Full text: Deutsche Konkurrenzen (1894/95, Bd. 4, H. 37/48)

  
  
— 2 — 
  
II. Im Keller, Restaurationsküche mit Zubehör (Heizung und guter Ven- 
tilation!), doch soll eine andere Lage der Küche nicht ausgeschlossen sein. — Central- 
heizung mit bequem ‚gelegenem Kohlenkeller. — Lagerräume in möglichst bequemer 
Verbindung mit den Läden, — Elektrische Lichtanlage mit Accumulatorenraum 
(Ventilation!). 
II. Im Erdgeschoss: Läden mit möglichst grossen. hervortretenden Schau- 
fenstern und schmalen Pfeilern. Die einzelnen Läden sind so anzuordnen, dass sie 
in grossen Geschäftslokalen Auflösung finden können. — Restaurant circa */3 der 
Parterrefläche, die Amalienstrasse mit der Ringstrasse verbindend, in bequemem direktem 
Zusammenhang mit dem I. Obergeschoss, (Die wertvolleren Geschäftslagen sind nicht 
für das Restaurant zu verwenden. — Bierausgabe muss. so gelegen sein, dass auch 
auf den Privat-Bierverkauf nach der Amalienstrasse und auf eine sogenannte 
oder Tunnel“ für einfache Passanten Rücksicht genommen ist, 
IV. Im ersten Obergeschoss: Restaurationssaal mit Orchester-Podium und 
2 Garderoben. — Bierausgabe, Servierraum. — Speise- und Bieraufzug. — Geschirr- 
und Wäscheraum. — Praktisch eund gut ventilierte Pissoir- und Klosett- Anlagen, — 
Möglichst viel Sitzraum bietende Balkons (Eisenkonstruktion) für Ringstrasse und 
Pirnaischem Platz. (Von dem Restaurationssaal müssen sich ohne Schwierigkeiten 
Räume zum Zwecke besonderer Benutzung für Billard-, Vereins- oder Gesellschafts 
zwecke beliebig abtrennen lassen, oder es ist wenigstens auf derartige, zu dem 
Restaurationsbetriebe bequem gelegene Lokale anderweit Rücksicht zu nehmen). 
V. Im zweiten Obergeschoss: Comptoire für Geschäftsleute verchiedener 
Branchen, mit schaufensterartigen Oeffnungen., 
VI. Im dritten Obergeschoss: Wohnungen event. Hötel garni. 
VII. Im vierten Obergeschoss: Wohnungen für einzelne Parteien. — Da 
sich die Lage an der Ringstrasse sehr gut für Maler- Ateliers und die nach 
Pirnaischen Platz für ein Photographen- Atelier empfehlen würde, so kann hierauf 
besonders Rücksicht genommen werden. 
Schwe: 
) 
  
  
  
    
  
  
     
Die vorstehenden Dispositionen sind den Dresdener Bauvorschriften entsprechend 
anzuordnen, 
Es sind zu liefern: 1, Grundrisse sämtlicher Geschosse im Mafsstabe 1:200. 
2. Die Ansichten der 3 Hausfronten und die nötigen Durchschnitte, (Etwa beige 
fügte Perspektiven werden mit zur Ausstellung zugelassen.) 
Protokoll. 
Zu dem von Herrn Apotheker H. Ilgen ausgeschriebenen Wettbewerb waren 
rechtzeitig eingegangen bis zum festgesetz'en Termin (15. März) 113 Entwürfe, 
Bei der ersten Sichtung derselben wurden 74 Entwürfe ausgeschieden, denen 
bei der zweiten Wahl noch weitere 29 Entwürfe zugesellt werden mussten. Es blieben 
sonach für die dritte engere Wahl ı0 Entwürfe übrig. Von diesen wurde der Ent- 
wurf mit dem Kennwort: „Zür Sachsens Residenz‘ mit dem ersten Preise; der 
Entwurf mit dem Kennzeichen: „Granatapfel auf rotem Grund‘ mit dem zweiten 
Preise; derjenige mit dem Kennwort: „Per aspera ad astra“ mit dem ersten dritten, 
endlich derjenige mit dem Kennzeichen: „„Z“ mit dem andern dritten Preise ein- 
stimmig ausgezeichnet, 
Die drei Entwürfe mit den Kennworten: „Dresden“, „‚’s Bärnsche Dor“ und „2“ 
wurden zum Ankauf empfohlen, während mit ehrender Anerkennung bedacht wurden 
die Entwürfe mit den Kennworten: „‚Nobzs bene, nemint male‘; „Stein und Eisen“ 
und „Handel schafft Wandel“, 
Das Preisrichteramt wurde ausgeübt von den Herren: Geheimen Oberbaurat 
Prof. Dr. Wallot in Dresden, Baurat Rossbach in Leipzig, Prof. Goffschaldt in Chem- 
nitz, und ausserdem Herrn Kommerzienrat Sturm und Apotheker //gen in Dresden, 
  
 
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.