Full text: Deutsche Konkurrenzen (1898, Bd. 8, H. 85/96)

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;auplatzes erheblich tiefer zu liegen kommt, wodurch eine spätere 
hung dieses Höhenunterschiedes durch Rampen oder Treppen 
lie wird. Die zwischen der Strasse No. 2 und der tief unter- 
senden Neisse gelegenen städtischen Park- Anlagen bleiben 
  
Der Hauptraum ‘des Gebäudes, die eigentliche Ruhmeshalle, ist 
ein dem Gedächtnis der beiden Kaiser gewidmeter Raum, in 
diesem soll daher das Doppel-Standbild der beiden Kaiser in ge- 
eieneter Weise Aufstellung finden. Ausserdem sollen aber auch 
hier die Standbilder oder Büsten derjenigen fürstlichen Persönlich- 
keiten, grossen Staatsmänner und Heerführer untergebracht werden, 
welche bei‘ der: Schöpfung des neuen Deutschen Reiches in her- 
vorragender Weise mitgewirkt haben, Ferner sind Wandflächen 
zur Anbringung von Wandgemälden, welche die. Wiederaufrichtung 
des Deutschen Reiches zu verherrlichen bestimmt sind, in aus- 
giebiger Weise vorzusehen, Die Grösse dieses Hauptraumes soll 
etwa 275 qm betragen; ‘seine Lage und Anordnung bleibt dem 
freien Ermessen des Verfassers überlassen. Eine Verbindung des 
Treppenhauses mit dem Hauptraume ist gestattet. 
Die Räume für die Aufstellung der kunstgewerblichen und Alter- 
tums-, sowie der prähistorischen Sammlungen sind im Erdgeschoss 
unterzubringen, und zwar sind für die beiden erstgenannten ZzU- 
sammen eine Grundfläche: von etwa 200 qm und: ein Konferenz- 
zimmer von etwa 30—235 qm und für die letztere Sammlung eben- 
falls eine gleiche Grundfläche und Konferenzzimmer. erforderlich, 
Ferner sind hier ‚eine geräumige Eingangshalle mit‘ Kasse, 
Garderobe und Pförtnerzimmer, ein Aufzug zur Beförderung von 
Ausstellungsgegenständen aus dem Untergeschoss in das Ober- 
geschoss von 3><1,5 m Grundfläche, | ausser ‘der Haupttreppe an 
geeigneter Stelle eine Nebentreppe für den Dienstverkehr und 
Aborte für das Publikum anzuordnen. Die lichte Stockwerkshöhe 
soll 5 m betragen. 
| Die Räume für die Gemälde-Sammlung und Kunst- Ausstellungen, 
welche im Obergeschoss liegen sollen,‘ sind vorzugsweise durch 
Oberlicht zu beleuchten. Die Tiefe: der einzelnen Säle soll min- 
destens 7 m betragen; die zur Aufhängung der Bilder verfügbare 
Wandfläche derselben muss eine benutzbare Höhe von mindestens 
5 m und eine Gesamtlänge. von 200 m bei einer lichten Höhe 
von 7 m haben. 
Ausser den vorgenannten Räumen sind noch erforderlich und‘ in 
einem Kellergeschoss, dessen Oberkante Fussboden mit‘ Rücksicht 
auf den felsigen Baugrund nicht tiefer als ı m unter dem Gelände 
liegen darf, unterzubringen: 
1. die Wohnung des Hausmeisters mit besonderem Eingang, 
bestehend aus 3 Zimmern, Küche, Vorratsraum ‘und Abort, 
ein Raum: zum Auspacken der Bilder in ‘der Nähe des Auf- 
zuges mit überdeckter Einfahrt oder Unterfahrt zum Abladen; 
etwa 100 qm, 
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