Full text: Deutsche Konkurrenzen (1898, Bd. 8, H. 85/96)

  
  
  
  
  
  
  
  
g) Auf Geschäftsräume für ein Standesamt, ein Aichamt und für polizei- 
liche Zwecke ist keine Rücksicht zu nehmen, 
h) Der Flächeninhalt der einzelnen Räume ist nach Quadratmetern ab- 
gerundet in den Zeichnungen anzugeben, 
i) Die Decken sind durchweg feuerfest herzustellen. Im übrigen werden, 
soweit es sich um die Architektur, die Konstruktion und das Material 
handelt, keine bestimmten Forderungen und Bedingungen gestellt; 
auch werden über die Anzahl und Höhe der Geschosse, ferner über 
die Grösse des Hofraumes (resp. der Hofräume), sowie über die Zu- 
fahrten, ausser dem im Eingange erwähnten, keine anderen Vorschriften 
gegeben, als die durch die baupolizeilichen Bestimmungen gebotenen, 
unter Berücksichtigung voraussichtlicher Dispense (vergl. $ 42 der 
Baupolizei- Ordnung für den Stadtkreis Charlottenburg etc, vom 
24. Juni 1887 nebst Nachträgen). 
Uebergangsbestimmung., 
Ein Sitzungssaal der Stadtverordneten ist schon in der ersten Bau- 
periode herzustellen, event. je nach der Disposition als Provisorium — 
berechnet auf 60 bis 70 Stadtverordnete und 15 bis 20 Mitglieder des 
Magistrats — sei es nun, dass einstweilen der Saal zu II entsprechend 
hergerichtet wird, sei es, dass andere für das Provisorium zu bestimmende 
Räume, nach Durchführung des endgültigen Zustandes, für sonstige Ver- 
waltungszwecke ohne erhebliche Schwierigkeiten umgestaltet werden können, 
Charlottenburg, den 17. April 1897. Der Magistrat, 
Fritsche, 
Urteile des Preisgerichts. 
Das Preisgericht, bestehend aus den Mitgliedern: Geheimer Baurat 
Blankenstein in Berlin; Präsident der Akademie der Künste, Geheimer 
Regierungsrat Professor Ende in Berlin; Professor Hauberrisser in 
München; Geheimer Regierungsrat Professor Otzen in Berlin; Geheimer 
Baurat Wallot in Dresden; Stadtbaurat Bratring. in Charlottenburg; 
Oberbürgermeister Fritsche in Charlottenburg; Stadtverordneten- Vorsteher 
Fabrikbesitzer Dr. Jaffg in Charlottenburg; Stadtverordneter Regierungs- 
baumeister Reimarus in Charlottenburg, hat die in Verfolg der öffent- 
lichen Ausschreibung vom 17. April eingegangenen 52 Projekte am 0,, 
10. und 11. Dezember 1897 geprüft, Die Projekte, nach der Zeit ihres 
Einganges fortlaufend numeriert, werden in der Aula des Volksschul- 
hauses, Spree-Strasse 16, und zwei anstossenden Nebenräumen nach 
der Nummerfolge aufgestellt: 
1. „An jeder Stelle — Tageshelle“, 2. „Bürgersinn V“, 3. „Fahr 
wohl“, 4. „Für Rat und That“, 5. „Oktober 97“, 6. ‚Giebel‘, 
7. „Fronthof‘“, 8. „Hotel de Ville“, 9. ‚Einfach‘, 10. „Ahasver“, 
11. „Eingebaut“, 1ı2. „Charlottenburger Stadtwappen‘ (schwarz), 
13. „Medio tutissimus ibis‘“, 14. „Blühe, wachse und gedeihe‘‘, 
15. „Im Geiste der Alten“, 16. „Zhemalige Gartenstadt“, 17. „Lotte“, 
18, „Aennchen“, 19. „Lietzow“, 20. „Sophie Charlotte“, 21. „Va 
  
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