Full text: Deutsche Konkurrenzen (1900, Bd. 11, H. 121/132)

  
  
  
  
  
  
  
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Das Gebäude soll in seiner äusseren Erscheinung das Gepräge eines Öffent- 
lichen Verwaltungsgebäudes erkennen lassen, 
Der Sockel des Untergeschosses ist in Granit, die Fläche des Gebäudes an 
den Strassen- und Hofseiten sind in Ziegelverblendung gedacht, während für die 
Architekturteile an den Strassenseiten ein wetterbeständiger Sandstein anzunehmen ist. 
Die Geschosshöhe für das Kellergeschoss soll 3,50 m, die für die Bureau- 
und Wohnräume 4,50 m, und die für das Dachgeschoss 4,00 m betragen, von Fuss- 
boden zu Fussboden gemessen. Für die Säle sind, den übrigen Abmessungen der- 
selben entsprechend, grössere Höhen vorzusehen. 
Als Zeichnungen werden verlangt: 
Ein Lageplan I: 500. 
Die Grundrisse sämtlicher Geschosse I : 200. 
Zwei Ansichten nach den Strassenseiten, sowie eine Hofseite I : 100, 
Die hauptsächlichsten Längen- und Querschnitte ı : 200, 
Ein Schaubild, 
Ein Erläuterungsbericht, 
Ein Kostenüberschlag nach dem quadratischen und cubischen Inhalte, wo- 
bei für letzteren eine Bausumme von 16 Mark anzunehmen ist. Der 
cubische Inhalt wird gemessen von Kellersohle bis Oberkante Haupt- 
gesims. Die Baukosten sollen die Summe von 220000 Mark nicht 
übersteigen, 
Die Entwürfe sind bis zum ı November 1899 einzureichen. 
Das Preisrichteramt haben folgende Herren angenommen: 
Herr Geheimer Regierungsrat und Landrat von K ühlwetter; Herr Kreis- 
und Regierungsbaumeister K ohlhagen; Herr Maler, Professor Oeder; 
Herr Stadtbaurat Peiffhoven; Herr Architekt Professor Stiller, sämt- 
lich in Düsseldorf, 
Die von den Preisrichtern zu verteilenden Preise sind wie folgt festgesetzt: 
ein erster Preis von 1500 Mark 
„x zweiter” Y 10007 
„dritter An 7 0070 
Sollten die Preisrichter einstimmig der Ansicht sein, dass keine der eingelieferten 
Arbeiten des ersten Preises würdig sei, so wird die Gesamtsumme der Preise nach dem 
Ermessen der Preisrichter auf die verhältnismässig besten Entwürfe verteilt. ” 
Es soll jedoch den Preisrichtern freistehen, einzelne Entwürfe mit Einverständ- 
nis der betreffenden Verfasser zum Ankauf zu je 500 Mark zu empfehlen, 
Bericht der Preisrichter, 
Auf Einladung des Königl. Landrates, des Herrn Geh Regierungsrates vor 
Kühlwetter traten sämtliche Preisrichter zu einer ersten Besprechung am 11. November 
zusammen, Da sich die Notwendigkeit herausstellte, die eingegangenen Arbeiten 
übersichtlich auszustellen, mussten die weiteren Besprechungen bis zur Gewinnung 
eines grossen Ausstellungsraumes verschoben werden. Die Preisrichter konnten daher 
ihre Thätigkeit erst am 23. November wieder aufnehmen. Leider musste infolge von 
Erkrankung Herr Professor Oeder von seinem Amte zurücktreten. Durch Zuwahl der 
Preisrichter trat der erste Kreisdeputierte Herr Gutsbesitzer Lieven aus Hilden als 
Ersatzmann ein. 
Eingegangen waren 85 Projektstücke, welche sämtlich zur Beurteilung an- 
genommen werden konnten. Nach mehrfachen eingehenden Sichtungen fielen in 
erster Lesung 52 Projekte, deren Verfasser teils eine Unkenntnis eines vornehmeren 
Haushaltes und der Bedürfnisse einer grösseren Verwaltungs-Behörde zeigten, teils
	        

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