Full text: Deutsche Konkurrenzen (1900, Bd. 11, H. 121/132)

  
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„Für die Ewigkeit“, 
Die Kirche ist parallel den Nachbargrenzen mit der schmalen Front nach der 
Strasse gestellt, der Turm in Mittelstellung der Hauptfront. Das Innere zeigt eine 
schöne Saalform in einfachen grossen Verhältnissen mit zweckmässig gerichteten Sitz- 
reihen. Die Unterkanten der Emporen, auch über dem Haupteingang, liegen in un- 
zulässiger Weise nur in etwa 2 m Höhe über dem Fussboden. 
Die Orgel befindet sich für ihre Klangwirkung nicht günstig in der Turmhalle: 
die charakteristische Durchbildung und die ernste Haltung des Aeusseren ist zu loben. 
Der Entwurf ist für den festgesetzten Preis ausführbar und erfüllt im übrigen 
die Bedingungen des Programms. 
„Bringe Glück“, 
Die Anordnung ist gleichlaufend mit den Nachbargiebeln derart erfolgt, dass 
der Turm zur Rechten an die Haupt-Schmalfront gesetzt ist. Das Innere bietet eine 
geschlossene Saalform. Die Zugänge sind angemessen in geknickter Linie geführt, 
zweckmäfsig ist die Herabziehung der Orgelbühne derart, dass die Sänger am 
Gottesdienste voll Anteil nehmen können. Ungünstig ist die grosse Fensterrose 
über der Orgel, da sie die Gemeinde blendet und für die Stimmhaltung der Orgel 
schädlich ist. 
Die Holzdecke über dem Hauptschiffe ist in der angegebenen Form hinsichtlich 
ihrer Konstruktion zu bemängeln. Die moderne romanische Architektur ist in ihren 
Einzelformen für den kleinen Mafsstab zu derb gegliedert. 
Im übrigen sind die Bedingungen des Programms erfüllt und die zur Ver- 
fügung stehende Bausumme erscheint ausreichend. 
Die beigefügte Variante zeigt keine Vorzüge bezüglich der Grundrisslösung. 
„,Bastlical,“ 
Die Bedingungen sind erfüllt, die Stellung der Kirche normal zur Strasse und 
dicht an der Strasse erregt jedoch Bedenken. Die gewählte Saalform mit Holzdecke 
ist sehr günstig und die Anordnung der tiefliegenden Sängerempore, von der aus die 
Sänger allen Handlungen des Geistlichen gut folgen können, ist lobend hervorzuheben. 
Die Eingänge sind vorteilhaft verteilt. Die Anordnung des Mittelganges 
chen den Sitzen in der Mittelaxe vor Altar und Kanzel wurde von den Herren 
Geistlichen des Preisgerichts als ungünstig bezeichnet. 
Die Anordnung der isolierten Sitze unter der Empore fand Widerspruch. Die 
gewählte Architektur ist reizvoll und bei schlichter Formengebung eigenartig. Die 
kleinen Oberfenster des Langschiffes werden eine überall genügende Beleuchtung 
nicht geben und wären entsprechend zu erhöhen. Die Arbeit bringt den evangelischen 
Kirchengedanken schlicht und gut zum Ausdruck. Die Kirche ist für die ausgesetzten 
Kosten herstellbar. 
ZWIiS 
  
Ein Zeichen: „Krezs mit blauem Stern“, 
Der Entwurf entspricht dem Programm. 
Die Verlegung der Längsfront an die Strasse kann als eine glückliche Lösung 
nicht bezeichnet Werden, die Lage parallel der Grenze würde den Vorzug verdienen. 
Die Grundrissbildung ist bis auf die unmotiviert verschiedenen Tiefen der 
beiden Kreuzflügel zweckmälsig. 
Es wurde als ein Uebelstand bezeichnet, dass die Sehaxen vieler Sitzplätze loth- 
recht zur Hauptkirchenaxe gerichtet sind. 
Am Altar fehlt der erforderliche freie Raum und bleibt die vordere Sitzreihe 
besser fort. 
Bei niedrigerer Lage der Orgel- und Sängerempore wäre es den Sängern er- 
möglicht, auch am Altar den Handlungen. des Geistlichen zu folgen. 
Der Aufbau erzielt eine künstlerische geschlossene Wirkung, 
Der Bau ist innerhalb der ausgesetzten Summe auszuführen. 
„Rheinisch-Romanisch‘“. 
Die Stellung der Kirche ist glücklich gewählt und.dem im Lageplan darge- 
Stellten Vorschlage vorzuziehen. 
 
	        

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