Full text: Deutsche Konkurrenzen (1904, Bd. 17, H. 193/204)

  
  
  
  
  
  
  
Es ist über diese Arbeiten zu erwähnen: 
„Pax (A)“. 
Die .Grundrissgestaltunz trägt allen berechtigten Anforderungen 
genügend Rücksicht, jedoch ist die Situation des Gebäudes auf der 
Baufläche in allen drei Varianten wegen der unzulässigen und unüher- 
sichtlichen Zerstückelung des Geländes nicht zu loben und die Anlage 
einer diagonalen Zugangsstrasse zur Gebäudegruppe hin direkt zu tadeln. 
Die Architektur, die viel Schönes in Gesamtgruppierung und Einzelheiten 
aufweist, zeigt auch mancherlei Härten, wie z. B. die Besetzung des 
Vorbaues mit flachem, stilwidrigen Risalits. Das Ganze lässt für die 
Ausführung das architektonische Können noch vermissen, 
„Sein oder Nichtsein“, 
Dasselbe wie beim vorigen Plan gilt auch bei dieser Arbeit, was 
Situierung und Grundrissanlage betrifft. Die Architektur verrät viel Sinn 
für Linie und viel Erfindungsgabe, sündigt aber durch eine gewisse 
Stilmengerei. Die Anlage der Hauptwege ist nicht als gelungen zu 
betrachten, weil sie auf das vorhandene Gelände zu wenig Rücksicht 
nimmt. 
„Pan ACC“. 
Die Erfindung des Grundrisses muss geschickt genannt werden 
und der Entwurf im Aufbau reif und gut. Leider ist die Detailierung 
der Fassaden in einer so gekünstelten Einfachheit durchgeführt, dass 
bei einer allenfallsigen Ausführung bei weitem nicht die günstige Wirkung 
zu erwarten ist, wie sie die Zeichnungen auf den ersten Anblick 
in Aussicht stellen. Die Stellung der Leichenhalle ist nicht geschickt 
gewählt, die Weganlage nur teilweise befriedigend. 
„Stätte des Friedens“. 
Die vortreffliche Arbeit leidet durch eine nicht zu rechtfertigende 
Steigerung der Höhenmalse, welche die praktische Verwertung unrätlich 
machen würde. Der. Verfasser hat auf die Ausarbeitung der Weg- 
anlagen usw. zu wenig Wert gelegt. 
„Friedhof“. 
Die projektierte Lage des Hauptgebäudes auf der diagonalen 
Achse des Grundstücks kann leider nicht gebilligt werden. Der Entwurf 
als solcher aber verdient volle Anerkennung, sowohl wegen der selb- 
ständigen Gestaltung des Ganzen, wie in dem guten Umriss der Bauten 
 
	        

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