Full text: Deutsche Konkurrenzen (1904, Bd. 17, H. 193/204)

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Als Preise sind zu vergeben: 
ein erster Preis von, .. 6000 Mark 
„zweiter Preis von‘... ./ 174000 zusammen 
„dritter Preis von‘... ‚73000 0% 17000 Mark. 
zwei vierte Preise von je. . 2000 
Dem Preisgericht bleibt vorbehalten, durch einstimmigen Beschluss eine ander- 
weite Verteilung der Preise vorzunehmen. Unter allen Umständen aber muss die 
Gesamtsumme von 17000 Mark voll, und zwar in einer Verteilung auf 5 Bewerber, 
zur Verwendung gelangen. 
Ausserdem können mit dem Einverständnis der Verfasser weitere Entwürfe 
zum Ankauf empfohlen werden. 
Die prämiierten Entwürfe gehen in das Eigentum der Stadt Kiel über. Je 
nach dem Ausfall der Entwürfe behält sie sich die Entscheidung darüber vor, ob der 
Verfasser der besten Projektskizze mit der weiteren Bearbeitung des Projekts zu be- 
auftragen oder ob ein solcher Auftrag von einem engeren Wettbewerb zwischen 
mehreren Verfassern von Projektskizzen abhängig zu machen ist oder endlich ob die 
weitere Bearbeitung des Projekts in anderer Weise erfolgen soll. In jedem Falle 
verbleibt der Stadt das Recht beliebiger Benutzung der prämiierten Entwürfe. 
Das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleibt allen Verfassern vor- 
behalten. . 
Als Bauplatz für das Gebäude, einschliesslich aller späteren Erweiterungen, ist 
der an der Fleethörn zwischen Gas- und Treppenstrasse belegene im Lageplan mit 
A, B, C, D, E,G, H, I, F, L, N, M, K, A bezeichnete Platz in Aussicht genommen. 
Dem durch das anliegende Raumprogramm belegten Bedürfnisse für die 
nächste Zukunft bis etwa 1920 soll der mit A, B, C, D, E, F, L, K, A bezeichnete 
Platz unter etwaiger Mitbenutzung des Teiles H, G, E, I genügen. Es bleibt dem 
Ermessen der Bewerber überlassen, diesen Flächenteil für die Projektierung des ge- 
forderten Raumbedarfs zu benutzen oder unter Belassung der z. Zt. auf dem Teile 
befindlichen Privatwohnhäuser sich auf das erstgenannte Grundstück A, B, C, D, E, 
F, L, K, A zu beschränken. Im letzteren Falle soll die erste spätere Erweiterung 
auf dem Flächenteil H, G, E, I angedeutet werden. 
Das Schwergewicht der Fassadengestaltung ist auf die an der Fleethörn be- 
legene Strecke E D zu legen. Die horizontale Umrisslinie des Gebäudes ist inner- 
halb der angegebenen Baufluchten den Bewerbern völlig überlassen, nur soll an der 
Stelle C D ein erheblicher Rücksprung gewahrt bleiben, um die Geschlossenheit des 
städtischen. Platzes „Neumarkt“ nach Möglichkeit zu unterstützen. Andeutungen über 
die Ausgestaltung desselben in Beziehung zu dem Neubau des städtischen Verwaltungs- 
gebäudes zu geben wird den Bewerbern freigestellt. Die Ausbildung der Gebäude- 
plinten und der zugehörigen Vorplätze an der Seite der steil ansteigenden Gasstrasse 
bleibt den Bewerbern überlassen. Im Lageplan ist einstweilen eine Absenkung des 
Gebäudevorplatzes und vor dem Turm der Kirche eine Freitreppenanlage angedeutet, 
welche beliebig abgeändert werden kann. 
Das künftige Stadttheater, für das Herr Baurat Seelzng in Berlin ein Spezial- 
projekt auszuarbeiten im Begriff ist, ist als nordischer Backsteinbau mit Sandstein- 
gliederung gedacht. Eine perspektivische Skizze dieses Baues wird gegen Ende 
Februar d. J. auf Wunsch vom Magistrat zur Verfügung gestellt werden können. 
Die zwei- und dreigeschossigen Etagenhäuser an der Südostseite der Treppen- 
strasse verlangen ebensowenig wie die an der Gasstrasse stehenden Privatgebäude 
eine ästhetische Rücksichtnahme. 
Die‘ an der Gasstrasse belegene katholische St. Nicolaus-Kirche ist ein 
schlichter Backsteinbau mit einem quadratischen Turm von etwa 6 m Seite und einer 
Höhe von 53 m bis zum Helmknopf. 
Das Gebäude soll in seinen Hauptteilen über dem Kellergeschoss und Erd- 
geschoss zwei Obergeschosse und ein teilweise ausgebautes Dachgeschoss aufweisen. 
Bei etwaigen an der hinteren Grenze F A liegenden Gebäudeteilen müssen wegen 
der aus dem Lageplan ersichtlichen Terraingestaltung 1 bis 2 der unteren Geschosse 
des übrigen Gebäudes in Fortfall kommen. Die Haupthöfe sollen mittelst Durch- 
oder Zufahrten von der Strasse her zugänglich sein. Einen oder mehrere Gebäude- 
teile turmartig auszubilden bleibt den Bewerbern überlassen. 
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