Volltext: Deutsche Konkurrenzen (1905/06, Bd. 19, H. 217/228)

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Entwurf 23. „Der Luthersaal — das Lutherdenkmal.“ Grundriss und Schau- 
seiten beweisen ein tüchtiges Können. Die Stellung des Gebäudes ist leider der Tiefe 
nach geplant, sodass verhältnismässig viel Wohnräume nach Norden zu liegen kommen, 
Entwurf 24. „Hin feste Burg ist unser Gott.‘“ Die ganze Stellung des 
Gebäudes ist glücklich getroffen. Die einzelnen Grundrisse haben Brauchbares, jedoch 
stört die Lage des Luthersaales über dem Diakonissenheim die Benützung des letzteren, 
Entwurf 25. „Zin feste Burg ist unser Gott,“ Die Hauptgeschossgrundrisse 
sind klar und übersichtlich. Leider sind die Amtsräume im Kellergeschoss unter- 
gebracht. Der Fassade fehlt jede einheitliche Durchbildung. 
Entwurf 26. ‚Verztas.‘‘ Der Grundriss ist nicht übel. 
Entwurf 27. „Wollt Ihr’s schauen, lasst’s erbauen.‘ Der ganzen Anlage 
fehlt in Grundriss und Aufbau die geschlossene Form. 
Entwurf 28. Kennzeichen: Zwei Dreiecke im Kreis. Hat im Grundriss viel 
Aehnlichkeit mit No. 24. Die Schauseiten sind jedoch hier besser ausgebildet. 
Entwurf 29. „Skzizzlein, Skizzlein, du gehst einen schweren Gang.“ Der 
Grundriss zeigt zu viel Korridore und Treppenanlagen, die Ansichten zu viel Gruppierung. 
Entwurf 30. Kennzeichen: Drez verschlungene Kreise. Kennwort: ‚‚Zzne 
feste Burg.“ Grundrisse und Schauseiten bieten den Vorteil einer praktischen 
Durchführung. 
Entwurf 31. „Dem Reformator.‘. Die Verteilung der Haupträume ist zwar 
befriedigend, doch spricht der gewählte Stil für den vorliegenden Zweck nicht an. 
Entwurf 32. „Mönchlein, Mönchlein.‘“ Die projektierten Räume liegen gut 
zur Himmelsrichtung. Im übrigen ist der Grundriss von der Fassadenbildung un- 
günstig beeinflusst worden, 
Entwurf 33. ‚Wartburg.‘ Grundrisse und Schauseiten sind unfertig. 
Entwurf 34. Kennzeichen: Monogramm H. B. Das Aeussere bietet die 
geniale Verkörperung der Idee eines Lutherdenkmals. Der Grundrissentwurf mit 
seinen angegliederten Nebenräumen ist leider für die Ausführung nicht recht geeignet. 
Entwurf 35. ‚Wartburg.‘ Die Haupträume sind in den Grundrissen zu 
zentral gelegt; deshalb erhalten die Wohnräume keine gute Himmelsrichtung. Bei 
den Schauseiten ist der Denkmalscharakter nicht recht zum Ausdruck gebracht, 
Entwurf 36. „Denn er war unser.“ Der Grundriss birgt in den Einzelheiten 
praktische Momente, Die Schauseiten zeigen reiche Architektur, jedoch wirkt das 
Ganze nicht als Lutherhaus, 
Entwurf 37. „Bei Lampenlicht.‘“ Der Grundriss ist übersichtlich. Die ver- 
brochene Ecke nach Norden wäre zu vermeiden gewesen. Die Fassadengruppierung 
entbehrt nicht gewisser Reize, lässt aber den ausgesprochenen Denkmalscharakter 
nicht erkennen. Das Schaubild ist meisterhaft vorgetragen. 
Entwurf 38. „Viel Feind, viel Ehr.‘“ Es fehlt eine gleichwertige Durch- 
bildung von Grundriss und Aufbau für die vorliegende Aufgabe. 
Entwurf 39. „Pax.“ Die Stellung des Gebäudes ist eigenartig. Die Schwestern- 
räume haben Nordlage, Die Schauseiten sind nicht besonders ansprechend. 
Entwurf 40. „Sache.“ Der Grundriss zeigt eine knappe, übersichtliche Form. 
Die Wohnungen sind leider meist nach Norden gelegen, 
Entwurf 41. Wartburg,“ Sehr praktischer Grundriss mit grossen Garderobe- 
räumen und entsprechendem Vorraum. Die Fassaden stehen nicht auf gleicher Höhe. 
Entwurf 42. ‚Und kann nicht anders.‘ Grundrisse gut. Die grossen Räume 
mit anschliessender Garderobe und gesondertem Eingang dürfen als mustergültig be- 
zeichnet werden, Die Schauseiten sind eigenartig und von künstlerischem Gepräge, 
Der Denkmalsbau ist vollständig gewahrt. 
Entwurf 43. „Lutherdenkmal.“ Die Hauptgruppierung im Grundriss und 
Aufbau ist der gegebenen Situation angegliedert. Eigenartig ist die grosse Halle im 
Sockelgeschoss, welche. sich besonders zur Vergrösserung der Kleiderablage für die 
Säle eignet. (Fortsetzung auf Seite 32.)
	        

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