Full text: Deutsche Konkurrenzen (1905/06, Bd. 19, H. 217/228)

Aus dem Ausschreiben. 
Als Bauplatz für das Rathaus ist ein Grundstücksblock, welcher unter 
Beobachtung der baupolizeilichen Vorschriften nach Möglichkeit für die Bebauung 
vollständig ausgenutzt werden söll, am Fehrbelliner - Platz bestimmt. Hauptfront und 
Hauptzugang des Gebäudes sind zum Fehrbelliner - Platz hin anzuordnen. 
Der Bau soll in zwei Abschnitten ausgeführt werden, dergestalt, dass im ersten 
Abschnitt die Festräume, die Sitzungssäle für die Stadtverordneten und den Magistrat 
mit allen erforderlichen Nebenräumen, die Kassenräume und etwa die Hälfte der 
Bureauräume (ca. 3000 qm) geschaffen werden. 
Im 2. Abschnitt ist der Rest der Bureauräume mit einigen grösseren Räumen, 
die als Sitzungszimmer Verwendung finden sollen, neu anzugliedern. 
In bezug auf das Raumbedürfnis und die Raumverteilung sind nur überschläg- 
liche Angaben gemacht, so dass den Bewerbern die Gruppierung der einzelnen Bau- 
flächen und die Unterverteilung überlassen bleibt, 
Der Neubau: soll folgende Räume enthalten: 
1. einen Festsaal von 300 qm, in Verbindung damit einige zweckentsprechende 
Nebenräume von je ca. 50 qm, sowie einen Vorraum von ca, 70 qm 
(Kleiderablage und Anrichteraum), 
einen Sitzungssaal der Stadtverordneten - Versammlung, berechnet für 
84 Stadtverordnete und 24 Mitglieder des Magistrats nebst Geschäfts- 
zimmer für den Stadtverordneten- Vorsteher und für das Bureau der 
Versammlung, zusammen rd. 300 qm, hierzu eine Tribüne für das 
Publikum von ca, 30 qm, 
die Räume des Zentralbureaus, nämlich: 
a) Sitzungssaal für den Magistrat (für 30 Personen); 
b) Räume für den ersten und zweiten Bürgermeister nebst je einem 
Vorzimmer, Räume für 4 Dezernenten: 
c) Bibliothek nebst Lesezimmer; 
U) Stadtarchiv; 
Zentralsekretariat ; 
ı Zentralregistratur; 
g) Zentralkalkulatur; 
bh) Zentralkanzlei. 
Für a bis h zusammen rd. 1200 qm, 
drei Kassen: 
a) die Hauptkasse rd. 250 qm; 
b) die Steuerkasse rd. 200 qm; 
<) die Sparkasse rd. 150 qm; 
jede der Kassen bestehend aus einem ungeteilten Raum für das 
Zahlungsgeschäft und die Buchhaltereien, einem Tresor, einem Zimmer 
für den Kassenvorsteher und einem Abrechnungszimmer. Es ist nicht 
unbedingt erforderlich, dass diese drei Kassen nebeneinander liegen, 
die „Steuerverwaltung mit zwei Sitzungszimmern für 10 bis 12 Personen, 
zwei Zimmern für Dezernenten und Bureaus für zwei Abteilungen, zu- 
sammen rd, 900 qm, 
die Schulverwaltung : 
Sitzungszimmer für 15 Personen, zwei Zimmer für Dezernenten und 
Bureaus für zwei Abteilungen, zusammen 300 qm, 
)
	        

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