Full text: Deutsche Konkurrenzen (1910/11, Bd. 25, H. 289/300)

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Aus dem Programme. 
Die Stadthalle soll zur Veranstaltung von Musikaufführungen, zur Abhaltung von Kon- 
gressen, zu Versammlungen und festlichen Veranstaltungen dienen. 
Die Austellungshalle soll zu Ausstellungen jeglicher Art, einschließlich Kunstausstellungen, 
dienen, und zwar sowohl für. Malerei und Skulptur als auch zur Vorführung von künstlerischen 
Raumwirkungen. Sie muß daher so konstruiert sein, daß sie je nach Bedarf verwendet werden 
kann. Der Ausstellungsraum soll, abgesehen von einigen Galerien, tunlichst zu ebener Erde liegen. 
1. Der große Konzertsaal ist so anzulegen, daß er durch Verkleinerung bezw. Ver- 
größerung sowohl für rund 1800 als auch für rund 3500 Personen Sitzplätze bietet. Die dazu 
erforderlichen Veranstaltungen sind so zu treffen, daß die künstlerische Ausgestaltung und Be- 
nutzungsfähigkeit des Saales nicht beeinträchtigt wird. Der Saal ist auszustatten mit einem 
ansteigenden Podium, welches bei Konzerten 400 Sängern und 80 Musikern Platz bietet, zu- 
sammen 400 qm, bei besonderen Anlässen aber so vergrößert werden kann, daß es 600 Sängern 
und einem Orchester von 120 Personen Platz bietet. 
Der Saal ist mit Galerien zu versehen. Auf die Unterbringung einer Orgel ist Bedacht 
zu nehmen. 
Die Sitzplätze sind in den Grundrissen einzutragen. 
2. Eine Wandelhalle, zugleich Garderobenhalle, von ausreichenden Abmessungen mit 
für den Verkehr bequem anzulegenden Garderoben von 36 m Tischlänge für eine Saalbenutzung 
von 1800 Personen sowie bequem anzulegenden, gut verteilten Aborten, Verwaltungs- und 
Kassenraum. Es sind ferner soviel Garderoben anzulegen, daß sie für eine volle Besetzung 
des Saales mit 5000 Personen unter Wahrung guter Abfertigung des Publikums ausreichen. 
3. Ein Saal für 600 Sitzplätze, von denen 100—150 auf Galerien untergebracht werden 
‚Önnen. Derselbe ist mit einem kleinen Podium auszustatten und muß neben dem grossen 
Saal selbständig benutzbar bleiben können, andererseits aber auch als Vorsaal geeignet sein. 
4. Ein Raum, zugleich Stimmzimmer von rund 250 qm, welcher geeignet ist für Musik- 
proben und zur Abhaltung kleiner Feste. 
Ein weiterer Raum, zugleich Aufenthaltsraum für Mitwirkende von rund 250 qm... Ferner 
sind Nebenräume anzulegen, die sowohl für den großen Saal als auch für die übrigen Räume 
benutzt werden können, und zwar: 
a) mehrere Künstlerzimmer mit bequem gelegener Toilette, 
b) bequem gelegene Toilette für die Mitwirkenden und das Orchester. 
Die unter 4 genannten beiden Räume von je 250 qm sind so anzulegen 
jeder Benutzung des großen Saales selbständig zugänglich bleiben. 
5. Restaurationsräume in der Flächengrösse von zusammen 700 qm. Außerdem aus- 
reichende Veranden und Terrassen. Die Wirtschafträume sind so anzulegen, daß sie 1. als 
Tageswirtschaft, 2. für die Benutzung der Stadthalle für Festessen und 3. für den Charakter 
einer Gartenwirtschaft geeignet sind. Einzelne Teile der Wirtschaft müssen für kleine Gesell- 
schaften abgetrennt werden können. Dementsprechend ist auf die Anlage einer Festküche, ev. 
durch Erweiterung einer Tagesküche, auf eine kalte Küche, besondere Spülküche und große 
Kalfeeküche, sowie andere für den Wirtschaftsbetrieb erforderliche Nebenräume in der richtigen 
Lage Bedacht zu nehmen. Die Toiletten sind so anzulegen, daß sie den verschiedenartigen 
Bedürfnissen entsprechend benutzt und abgetrennt werden können. 
Erforderlich sind: 
1 Festküche von 120 qm, 
1 Tagesküche von 60 qm, 
1 Spülküche von 60 qm, 
1 Kaffeküche von 30 qm, 
Eiskeller zusammen 50 qm, 
Geschirrkammer 60 qm, 
Servierraum, zugleich Silber- und Geschirrputzraum, in der N 
Der Betrieb ist so gedacht, daß die Speiseausgabe an die K 
Immerhin ist auch für den Fall snderer Einrichtung des Betriel 
stühle vorzusehen. 
1 Weinbüffet, 1 Bierke von 20 qm für den Tage 
das Bierlager. A 
‚ daß sie bei 
ähe des Saales von 60 qm. 
in der Küche erfolgt. 
vendige Anzahl Fahr- 
ein Raum von 50 qm für 
  
  
  
 
	        

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