Full text: Deutsche Konkurrenzen (1892/93, Bd. 1, H. 1/6, 10/12)

  
Museum führenden Treppen- und Rampenanlage, deren Kosten in der 
nachstehend vorgeschriebenen Bausumme nicht enthalten sind; c) ein 
Verzeichnis der zum Entwurf gehörigen Zeichnungen und Schriftstücke. 
S 5. Bei der Aufstellung der Entwürfe und Kostenüberschläge 
ist unter Ausschluss der vorbenannten Treppen- etc. Anlage eine 
Bausumme von 275000 Mark innezuhalten, 
S 6. Entwürfe, welche dieser Bedingung nach dem Ermessen 
der Preisrichter nicht genügen, werden von der Preisbewerbung aus- 
geschlossen, desgleichen solche, die nicht rechtzeitig eingeliefert 
sind oder den Anforderungen des Programms nicht entsprechen. 
8 9. An Preisen für die drei relativ besten Entwürfe sind aus- 
gesetzt: ein erster Preis von 1800 Mark, 
ein zweiter Preis von 1200 Mark, 
ein dritter Preis von 800 Mark, 
die in jedem Falle zur Verteilung kommen. 
S 10. Als Preisrichter werden fungieren: ein Vertreter der 
Königlichen Staatsregierung, zwei Vertreter der Stadt Flensburg, zwei 
Architekten, zwei Museumsvorstände. 
S 11. Sämtliche zum Wettbewerb angenommenen Entwürfe werden 
nach erfolgter Entscheidung des Preisgerichts vierzehn Tage lang im 
hiesigen Rathaussaale öffentlich ausgestellt, Daselbst wird gleich- 
zeitig das gutachtlich begründete Urteil des Preisgerichts ausliegen. 
S ı2. Durch die Auszahlung der Preise gehen die betreffenden 
Entwürfe in das Eigentum des Magistrats über, das Recht der Ver- 
Öffentlichung bleibt dem Verfasser. Dagegen behält sich der Magi- 
Strat vor, die Ausführung bezw. Leitung des Baues nach seinem freien 
Ermessen zu übertragen, ohne an die preisgekrönten Entwürfe oder 
deren Verfasser gebunden zu sein. 
  
  
  
Programm. 
Der Bauplatz des zu errichtenden Museumsgebäudes liegt — 
wie aus den beigefügten Lageplänen und Terrainprofilen ersichtlich 
ist — auf einer Anhöhe quer vor der Rathausstrasse, so dass das 
künftige Museumsgebäude das point de vue dieser Strasse bilden wird. 
Der Bauplatz ist auf dem Lageplan mit. einer punktierten Linie 
umgrenzt, Die vorhandenen Gebäude werden abgebrochen. 
Die Hauptfront mit den Haupteingängen zum Sockel: und 
Erdgeschoss liegt nach Osten; der Zugang zum Gebäude von der 
tiefer liegenden Rathausstrasse soll durch eine grosse Treppen- und 
Rampenanlage bewirkt werden. — Auch an der Westseite ist ein 
Haupteingang anzulegen, der zum Sockel- und zum Erdgeschoss 
führt und von der Friedrichstrasse aus für Personen und Wagen zu- 
gänglich ist. Zwei kleinere Eingänge im Sockel dieser Front sollen 
zum Kohlenraum bezw. zur Portierwohnung und zum Packraum führen, 
Die nachstehend verlangten Räumlichkeiten sind unterzubringen 
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