Full text: Deutsche Konkurrenzen (1896, Bd. 6, H. 61/72)

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Von den angenommenen Entwürfen werden durch die Preis- 
richter diejenigen Projektstücke von der Beurteilung und Aus- 
stellung ausgeschlossen, welche über das im Preisausschreiben Ver- 
langte hinausgehen, 
Ein kurzer Erläuterungsbericht, welcher die gewählten Anordnungen, 
Konstruktionen, das in Aussicht genommene Baumaterial, sowie die 
Heizungs-Einrichtung darlegt, ist einzureichen, ferner ein Kosten- 
überschlag, nach dem Baukörper berechnet, und zwar von dem Ge- 
lände bis zur Oberkante des Hauptgesimses resp. Helmansatzes ge- 
messen, unter Zugrundelegung eines Preises von 18—20 Mk für 
I cbm Gebäudekörper und 28—35 Mk. für ı cbm Turmkörper, 
Die Entwürfe sind, mit einem Kennwort bezeichnet, bis zum 
31. März 1896 beim verwaltenden Bauherrn W. Lüllmann einzuliefern. 
Später eingehende Arbeiten werden nur dann berücksichtigt, 
wenn durch Poststempel die vor Ablauf dieses Termins erfolgte 
Absendung nachgewiesen ist. 
Das Preisgericht wählt mit Stimmenmehrheit drei Entwürfe als die 
relativ besten und für die Ausführung geeignetsten aus, von welchen 
der erste mit einem Preise von 2500 Mk, der zweite mit einem 
Preise von 1500 Mk., der dritte mit einem Preise von 1000 Mk, 
bedacht wird. Nur wenn die Preisrichter einstimmig der Ansicht 
sind, dass keine Arbeit des ersten Preises würdig sei, ist es zulässig, 
die Gesamtsumme der Preise in anderer Verteilung zur Auszeichnung 
der hervorragendsten Entwürfe zu verwenden. Der Kirchen-Vorstand 
behält sich das Recht vor, einen oder mehrere nicht prämiierte Ent- 
würfe zum Preise von je 800 Mk. anzukaufen. Die preisgekrönten 
und etwa angekauften Entwürfe werden Eigentum der Gemeinde. Das 
Recht der Veröffentlichung, sowie einer anderweiten Verwendung der 
Entwürfe bleibt den Verfassern. Welcher Entwurf zur Ausführung 
gebracht wird, unterliegt lediglich der Entscheidung der St. Michaelis- 
Gemeinde. 
Das Preisgericht besteht aus den Herren: 
Geh. Hofrat Professor Rudolph Heyn in Dresden, Geh. Bau- 
rat im Ministerium der geistlichen Angelegenheiten X, Hinckeldeyn 
in Berlin, Architekt Gustav Runge in Bremen, Oberbaurat Professor 
Schaefer an der technischen. Hochschule in Karlsruhe, sowie den 
beiden Bauherren und dem Prediger der Gemeinde. Die vorge- 
nannten fachmännischen Preisrichter haben das Programm gebilligt 
und verzichten auf die Beteiligung am Wettbewerb, sowie an de. 
Ausführung des Baues, Nachdem das Preisgericht sein Urteil gefällt 
hat, wird letzteres öffentlich bekannt gemacht und zwar in denselben 
Blättern, in denen das Ausschreiben des Wettbewerbes erfolgt ist. 
Nach der Entscheidung des Preisgerichts werden die sämtlichen 
Entwürfe 14 Tage lang öffentlich ausgestellt, 
Bremen, im Dezember 1895. Die Bauherren: 
Nic. Dierksen. W. Lüllmann. 
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