Title:
Deutsche Konkurrenzen
Creator:
Neumeister, Albert Häberle, Ernst
Shelfmark:
XIX/493.4-6,1896
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1554189511460_1_1896/76/
Ausschreiben. 
Als Bauplatz ist das Häuserviertel am Burgplatz nordwestlich 
von diesem und zwar innerhalb der in dem anliegenden Lageplan 
mit rot eingezeichneten Baulinien, welche mit den Buchstaben a, b, 
c, d, e, f, a bezeichnet sind, bestimmt. Danach wird der Bauplatz 
vom Burgplatz und dem Platz „Alter Markt“, bezw. „ Weinhausmarkt“ 
in den beiden Langseiten, sowie von der neu anzulegenden Strasse 
längs der grossen Salvatorkirche und der kleinen Zugangsstrasse „Rat- 
hausbogen“ in den kurzen Seiten begrenzt. Innerhalb dieses Platzes 
liegt das heutige alte Rathaus. 
Die Hauptschauseite soll nach der Baulinie a—b am Burgplatz, 
eine zweite Hauptschauseite nach der Baulinie c—d am Alten Markt 
und Weinhausmarkt angeordnet werden. Die jetzige am Burgplatz 
überbaute Zugangsstrasse „Rathausbogen“ soll erhalten bleiben, kann 
aber in der heutigen Ausdehnung wieder überbaut werden, Vor- 
sprünge über die Baulinie a, b und c—d sind innerhalb der punk- 
tierten Linien gestattet. Die heute bestehende doppelte Häuserreihe 
am „Graat“ zwischen Burgplatz und Salvatorkirchplatz ist als künftig 
wegfallend anzunehmen, 
Nach den Querschnitten ergiebt sich zwischen Alter Markt und 
Burgplatz eine Höhendifferenz von 4,69 bis 3,57 m, 
Demgemäfs wird das am Burgplatz anzuordnende Kellergeschoss 
am Alten Markt und Weinhausmarkt als ein volles Untergeschoss 
auszubilden sein. 
Das Gebäude soll, ausser dem Keller, bezw. Untergeschoss und 
dem Dachgeschoss, drei Geschosse erhalten, wobei jedoch einzelne 
höhere Bauteile mit weiteren Räumen nicht ausgeschlossen sein sollen, 
wenn das Raumbedürfnis dieses notwendig machen sollte, Bei dem 
Entwurfe ist auf eine möglichst vorteilhafte Ausnutzung des zu Gebote 
stehenden Bauplatzes mit möglichst vielen, hinreichend grossen Räumen 
für die Stadt-Verwaltung Bedacht zu nehmen, wobei zugleich gute 
Lichtverhältnisse nach dem Hofraum, bezw. den Hofräumen erreicht 
werden sollen. 
Das neue Rathaus soll innerhalb des zu Gebote stehenden 
Platzes a, b, c, d, e, f, a gleich in vollem Umfange entworfen werden; 
es ist jedoch darauf Rücksicht zu nehmen, dass der nordöstliche Teil 
nach der Salvatorkirche zu zuerst aufgeführt wird, damit die Räume 
 
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.