Full text: Deutsche Konkurrenzen (1907, Bd. 21, H. 241/252)

  
  
  
  
  
  
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ı2. Räume für die Zentralheizung mit besonderem Kohlenkeller; 
13. eine aus 3 Zimmern, Küche, Abort usw. bestehende Hausmeisterwohnung in 
der Nähe des Haupteingangs; 
14. ein Dienstzimmer (Bureau) | 
15. zwei Kassenräume 
16: eine Wohnung für den Wirt, bestehend aus 5 Zimmern, Badezimmer und Abort; 
17. etwa 6 Schlafräume für Dienstpersonal, von der Wirtschaft aus gut erreichbar. 
; am Haupteingang; 
Die Verteilung der verlangten Räume auf die verschiedenen Geschosse wird dem 
Ermessen der Bewerber anheimgestellt. Die Vorschriften betr. die Feuersicherheit von 
öffentlichen Versammlungsräumen (vgl. Deutscher Baukalender 1905, Seite 55) sind 
zu berücksichtigen, 
Eine einfache, aber würdige Ausstattung des Gebäudes ist erwünscht; die Wahl 
der Stilformen wird den Bewerbern freigestellt. 
Die Gesamtkosten, ohne Mobiliar und Orgel, sollen den Betrag von 800000 Mark 
nicht übersteigen. Die Kostenberechnung ist für den cbm umbauten Raumes, von 
Kellersohle bis Oberkante Hauptgesims gemessen, ein KEinheitspreis von 20 Mark 
zugrunde zu legen; für besondere Aufbauten, Freitreppen und dgl. sind entsprechende 
Zuschläge in Rechnung zu stellen, 
Entwürfe, deren Ausführungskosten nach dem Urteil der Preisrichter die angegebene 
Bausumme wesentlich überschreiten, werden von der Preiserteilung ausgeschlossen. 
Aus dem Gutachten des Preisgerichts. 
Zur Beurteilung der eingelieferten Entwürfe des vorbezeichneten Wettbewerbs 
traten am 23. Juli 1906 die Preisrichter in der Hechtenkaserne zu Mülhausen zusammen, 
woselbst die sämtlichen Entwurfstücke übersichtlich ausgestellt waren. 
Entschuldigt fehlte das als Ersatzmann für Herrn ‚Simonet, welcher das Amt als 
Preisrichter niedergelegt hatte, vom Gemeinderat gewählte Mitglied des Preisgerichts, 
Herr Haas, Mitglied des Gemeinderats in Mülhausen, 
Zum Vorsitzenden wurde Herr Bürgermeister Kayser, zum Schriftführer Herr 
Stadtbaurat Z7wmm gewählt. 
Es waren im ganzen 137 Entwürfe und ein Modell, zum Entwurfe No. 135, 
Kennwort „Programmusik‘“, gehörig, eingeliefert worden. Die Entwürfe No. 29, Kenn- 
wort „Biantre“, und No. 37, Kennwort „Musik“, waren jedoch nicht in der programm- 
mässig vorgeschriebenen Frist zur Beförderung aufgegeben und zwar laut Poststempel 
No. 37 am 28. Juni, No. 29 am 30. Juni 1906, diese beiden Entwürfe mussten daher 
von der Preisbewerbung ausgeschlossen werden. Alle übrigen Entwürfe wurden, da sie 
sämtlich laut Aufgabestempel am 25. Juni zur Beförderung übergeben und bis zum 
30. Juni hier eingegangen waren, als rechtzeitig abgeliefert durch einstimmigen Beschluss 
der Preisrichter zur Preisbewerbung zugelassen. 
Die durch das Stadtbauamt in Mülhausen erfolgte technische und rechnerische 
Vorprüfung der Entwürfe hinsichtlich der Erfüllung der Programmforderungen ergab, 
dass die Ausführungskosten mehrerer Entwürfe die festgesetzte Bausumme von 
800000 Mk. überschreiten würden; es wurde indessen beschlossen, eine nähere Prüfung 
in dieser Hinsicht bei jedem für die Preiserteilung in Betracht kommenden Entwürfe 
noch durch das Preisgericht selbst vorzunehmen. 
Hierauf fand eine gemeinschaftliche Besichtigung der 135 wettbewerbfähigen 
Entwürfe statt, wobei 40 Entwürfe wegen erheblicher Mängel in praktischer und 
künstlerischer Hinsicht auf Grund einstimmigen Beschlusses zurückgestellt werden 
mussten; es waren dies 42 Entwürfe, 
Bei dem 2. Rundgang wurden die übrigen Entwürfe in 2 Gruppen geschieden, 
wobei 54 Entwürfe als die weniger guten und 41 Entwürfe als die besseren Lösungen 
bezeichnet wurden. 
Es wurden sodann bei einem 3. Rundgang die Entwürfe No. 9. „Siebenschläfer“, 
No. 13 „Zm Park“, No. 14 „Deutschen Musen“, No. 17 „Per omnes passus et instantias“, 
No. 18 „St. Salvator“, No. 36 „Mühle“ (gezeichnet), No. 50 „„Spectator“, No. 62 „ZuRas“, 
  
 
	        

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