Volltext: Deutsche Konkurrenzen (1892/93, Bd. 1, H. 7/9)

    
  
  
  
  
  
Der Unterbau der hochliegenden Gleise und Bahnsteige, die Ueberbrückung 
der Pragerstrasse samt Seitenöffnungen, die Hochbauten innerhalb des mit ab cd 
bezeichneten Bahnhofsteiles, die Treppenanlagen, die Bahnsteighallen, die Per- 
sonen- und Gepäcktunnel, die innere Ausstattung und die Beheizung sämtlicher 
Räume, Nicht inbegriffen sind in dieser Summe die Kosten der Erdauffüllungen, 
der Gleisanlagen und Signale, der Bahnsteig-, Strassen- und Vorplatzbefestigungen, 
der Beleuchtungseinrichtungen, 
$ 3. Durch einen Kostenüberschlag ist der Nachweis zu führen, dass 
mit der vorgesehenen Bausumme jedenfalls auszukommen ist. Dieser Kosten- 
überschlag ist bei den Hochbauten und den Räumen unter den Hochgleisen nach 
dem Rauminhalte als Vordersatz und je einem Einheitssatze für das Kubikmeter 
des Rauminhaltes aufzustellen. 
Bei den Hochbauten ist für die Bestimmung des Rauminhaltes nur der- 
jenige Gebäudeteil in Betracht zu ziehen, welcher zwischen der Fussboden-Ober- 
kante des Erdgeschosses und der Dachtraufkante sich befindet; bei den Räumen 
unter den Hochgleisen aber der Rauminhalt zwischen dem Fussboden des Erd- 
geschosses und der Schienenoberkante. 
Die Hallendächer sind nach ihrem Grundflächeninhalte zu veranschlagen, 
Für die Unterführung der Pragerstrasse ist ein Gesamtbetrag einzustellen, 
und zwar ohne Rücksicht auf die Kosten der Unterführung der Seitenöffnungen 
neben der Strasse, welche als Räume unter den Hochgleisen anzusehen und 
ebenso zu veranschlagen sind, 
$ 4. An Zeichnungen werden beansprucht: 
1. Ein Lageplan, im Massstabe 1:500, den auf Blatt ı der Beilagen 
befindlichen Bahnhofsteil umfassend und einen Horizontalschnitt in Erd- 
geschosshöhe darstellend. 
2. Grundrisse, im Massstabe ı : 200, 
A. des Empfangsgebäudes nebst Vorhallen, 
B. der Unterführung der Pragerstrasse und 
C. des Querbahnsteiges 
in der Höhe 
a) des Erdgeschosses und 
b) „ Obergeschosses, 
3. Grundrisse, im Massstabe ı:200, des Pavillons für Höchste Herr- 
schaften und der anschliessenden Bahnsteige in Höhe 
  
  
a) des Erdgeschosses und 
b) „ Obergeschosses. 
4. Ansichten der Schauseiten des Bahnhofes, im Massstabe ı : 200, gesehen 
a) von der Wienerstrasse aus auf die Länge b d des Blattes 1, ein- 
schliesslich der Schauseitenentwickelung der Eisenträgerüberbrückung 
der Pragerstrasse, 
b): von der Strehlenerstrasse aus auf die Länge a c desgl.; 
c) von der Mitte der Pragerstrasse (g h) aus, und zwar nach Osten 
und nach Westen, und 
d) von der verlängerten Flucht der Carolastrasse aus (westlicher 
Hallenabschluss, ik). 
5. Querschnitte, im Massstabe ı: 200, und zwar: 
a) durch den Eingangsweg und die Eintrittshalle, 
b) 
c) durch die Wartesäle und 
d) durch, den Pavillon für Höchste Herrschaften, in der Achse des 
Zuganges von demselben zu den Bahnsteigen, 
durch den Ausgangsweg und die Austrittshalle 
’ 
6. Ein Längsschnitt, im Massstabe I: 200, durch die Mitte der Eintritts- 
halle (in der Gleisrichtung) von der Pragerstrasse bis zur Flucht der 
Carolastrasse reichend. 
7. Eine Ansicht des Schauseitensystems, im Massstabe 1:50, von dem- 
jenigen Bahnhofsteile, welcher sich zwischen den Vorhallen und dem 
Pavillon für Höchste Herrschaften an der Wienerstrasse befindet. 
8. 5. Es ist ein Erläuterungsbericht beizufügen, welcher die im Ent- 
wurfe gewählten Anordnungen begründet, 
8 6. Für den besten, den Bestimmungen des Programms und den Be- 
dingungen am meisten entsprechenden Entwurf, welcher für die angegebene 
Kostensumme ausführbar erscheint, wird ein erster Preis von 10000 Mark 
ausgesetzt. 
Für die nächstbesten Entwürfe werden bestimmt: 
Ein zweiter Preis von 5000 Mark und 5 dritte Preise von je 1000 Mark, 
Die preisgekrönten Entwürfe gehen in das Eigentum der Königlich Säch- 
sischen Staatsbahnverwaltung über, Die Verpflichtung, dass einer dieser Entwürfe 
zur Ausführung gelangt, wird nicht übernommen. 
Sollte einer der eingereichten Entwürfe der Ausführung zu Grunde gelegt 
werden, so wird dem Verfasser desselben eine Mitwirkung bei der Durchbildung 
  
  
 
	        

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