Full text: Deutsche Konkurrenzen (1892/93, Bd. 1, H. 7/9)

  
  
des Entwurfes unter näher zu vereinbarenden Bedingungen in Aussicht gestellt. 
Die nicht mit Preisen bedachten Entwürfe werden den Verfassern zurück- 
gegeben. 
S. 7. Das Preisgericht besteht aus den Herren: 
Geheimer Oberbaurat Oberlandbaumeister Canzler in Dresden. 
Geheimer Regierungsrat Professor Hase in Hannover, 
Generaldirektor der Sächsischen Staatsbahnen Hoffmann in Dresden, 
Baurat 0. K7ette in Dresden. 
Geheimer Finanzrat Köpcke in Dresden, 
Finanzrat Peters in Dresden, 
Geheimer Finanzrat Dr. Ritterstädt in Dresden, 
Oberbaudirektor von Siebert in München. 
Oberbaudirektor im Ministerium der öffentlichen Arbeiten Spieker in 
Berlin. 
8. 8. Es wird das Recht vorbehalten, die eingegangenen Entwürfe öffent- 
ich auszustellen. Das Ergebnis der Preisbewerbung wird im „Dresdner Jour- 
al‘, dem „Centralblatt der Bauverwaltung“ und in der „Deutschen Bauzeitung“ 
bekannt gegeben. 
Urteil des Preisgerichts. 
Das Preisgericht für die Preisbewerbung um die Entwürfe des Personen- 
hauptbahnhofes in Dresden, bestehend aus den Herren: 
Geheimer Oberbaurat Oberlandbaumeister Canzler aus Dresden, 
Geheimer Regierungsrat Professor Hase aus Hannover, 
Generaldirektor der Sächsischen Staatsbahnen Hoffmann aus Dresden, 
Baurat 0. Klette aus Dresden, 
Geheimer Finanzrat Köpcke aus Dresden, 
Finanzrat Peters aus Dresden, 
Geheimer Finanzrat Dr. Ritterstädt aus Dresden, 
Oberbaudirektor von Siebert aus München, 
Oberbaudirektor im Ministerium der öffentlichen Arbeiten Spieker in 
Berlin, 
hat auf Grund eingehender, mehrtägiger Prüfung der eingegangenen 23 Entwürfe 
folgendes beschlossen: 
Nachstehend genannte Entwürfe sind, weil nicht allenthalben dem Programm 
  
entsprechend oder mit wesentlichen Mängeln behaftet, in erster Linie von der 
engeren Wahl ausgeschlossen worden: 
a) Mit Schnellzug, 
b) Achse, 
c) Licht, 
d) pro Dresdensia, 
e) Keine Verkehrskreuzung, 
f) Mit Gott für König und Vaterland, 
g) Stephenson, 
h) Der Welt, dem Staate und der Stadt, 
i) Von der Stirn des Tages Schweiss, etc., 
k) Ingenieurarchitektur. 
Nachdem diese 10 Entwürfe ausgesondert waren, blieben noch 13 übrig, 
Da nur sieben nach den Bedingungen prämiiert werden können, kam es darauf 
an, noch 6 auszuscheiden, also diejenigen, welche zwar auch noch gewisse Vor- 
züge und Schönheiten aufweisen, aber gegenüber anderen dennoch zurückstehen 
mussten. Es waren dies zunächst: 
a) Saepe stilum vertas. 
Die Architektur ist in ästhetischer Hinsicht nicht vollständig befriedigend, 
untere Räume teilweise nicht genügend beleuchtet, den Verkehrsbedingungen nicht 
allenthalben Rechnung tragend, 
b) Dampf. 
Der ausserordentlich fleissig ausgearbeitete Entwurf zeigt im Grundplane, 
namentlich in der Zusammendrängung der Gepäck- und Fahrkartenschalter und 
der Eingänge in die Wartesäle, ferner in den schmalen Durchgängen nach der 
Kopfhalle, der Lage der Abtritte in der Mitte des Hauptgebäudes und unter 
dem oberen Speisesaale Mängel, welche eine weitere Berücksichtigung des Ent- 
wurfs unthunlich erscheinen liessen. 
c) Viribus unitis. 
Die Architektur ist im allgemeinen zu schwerfällig; während der Mittelbau 
Der Grundriss 
zeigt manche Mängel, namentlich ist die Lage der Fahrkartenschalter für deren 
gedrückt erscheint, wirkt die Ansicht der Längseiten zu massig. 
Beleuchtung ungünstig. 
d) Z. Oktober 12 Uhr. 
Während der Grundriss manche Vorzüge aufweist, ist die architektonische 
  
 
	        

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