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c) In die Wurzel eines vollständigen 8‘ 1%” langen Zahns
in der Sammlung des Hrn. Dr. v. Gärtner in Calw drang eine
Nadel nur 514” tief’ ein.
d) An einem dritten vollständigen Zahn von 7‘ 21,” Länge,
ist die Wurzel noch ganz hohl, ‚und es konnte durch sie ein
Draht 2‘ 9'/“ tief eingeführt werden. Trotz der beträchtlichen
Länge von d, die wohl nicht viel geringer als‘ die ursprüngliche
von b gewesen sein mag, ist anzunehmen, dass d einem merklich
jüngeren Thiere zugehört habe. Es erscheint allerdings
diese Ausfüllung der Höhle des Zahns durch Zahnsubstanz, wie
sie auch bei den Zähnen von Physeter auf eine auffallende Weise
eintritt, als Jein merkwürgdiger Process, durch welchen ohne
Zweifel durch Obliteration der Gefässe der Zahn aus dem organischen
Zusammenhange mit dem übrigen Körper geseizt und
daher auch eine neue Entwicklung des abortiven Zahns unmöglich
wird, selbst bei einem bedeutenden Verlust der Masse und
der nach dem Verlust der Spitze - beschränkten Function des
grösseren Zahns, für welchen Fall Reisel eine neue Entwicklung
des in der Zahnhöhle verborgenen kleineren Zahns annahm.
Owen vindicirt übrigens zuerst für unsern Landsmann Salomo
Reisel.die Priorität der gewöhnlich dem Tychnonius zugeschriebenen
Entdeckung, dass nämlich in der einen Alveole ein
üneniwickelter Stosszahn sich finde, welcher nur durch die Auf-Schrift
de Unicoren marino duplici, die Reisel seiner Abhandlung
gab, eine entgegengesetzte Deutung von denen erhielt,
welche seine Abhandlung selbst nicht gelesen hatten, und daher
erklärt sich, dass Cuvier und sogar Albers die Beobachtung
Reisels zu den Beobachilungen von zwei hervorstehenden
Stosszähnen zählt, welche sich, wie oben aus’ einander gesetzt
wurde, nur auf zwei überdies zweifelhafte Fälle zu reduciren
scheinen, *)
*) Ich kann nicht umhin, hier an ein zweites Verdienst Salomo
Reisels, der Leibarzt Herzog Eberhard Ludwigs war, zu erinnern,
nämlich seiner Thätigkeit bei der im Jahr 1700 vorgenommenen erstmaligen
bedeutenderen. Ausgrabung fossiler Knochen in der Nähe von
Canstatt, von welcher er in dem Oedipus osteo lithologicus seu disser-