Full text: Deutsche Konkurrenzen (1893, Bd. 2, H. 13/24)

  
Demnach werden rt. 18000 qm bebaute Fläche erforderlich werden, Für 
diese sind 180000 Mark ausgeworfen. 
Diese Summe von 180000 Mark darf nicht überschritten werden, — Die 
Kosten der einzelnen Gebäude sind pro qm Grundfläche nachzuweisen, — Die 
Portale sind besonders zu veranschlagen. — Die Kosten der Portale, der Garten- 
anlagen, des etwa projektierten Teiches und der Fontänen, der Einfriedigung, der 
Restaurationsgebäude, des Aussichtsturmes, der Wasserzu- und Ableitungen, der 
Beleuchtungsanlagen sind aus diesen 180000 Mark nicht mit zu bestreiten. 
Die Herren Konkurrenten, denen Baustil und Baukonstruktionen vollständig 
überlassen werden, haben einzureichen: 
a) Grundrisse und Gesamtansichten (1: 200) mit eingeschriebenen Mafsen, 
— b) Längen- und Querschnitte, wichtige Teile der Fassaden und die 3 Portale 
(1:100). — c) Die Details und Dekorationen (1:50) eines der Hauptportale an 
der Haupt- bezw. an den Haupthallen oder am Kunstpavillon, — d) Einen Er- 
läuterungsbericht. — e) Eine Kostenberechnung pro qm bebaute Fläche für jedes 
der entworfenen Gebäude etc. 
Nur die wichtigeren Holzdimensionen sind in den Schnitten anzugeben, 
event. statisch nachzuweisen. 
Die Konkurrenzarbeiten sind bis zum 16. Oktober 1893, abends 6 Uhr 
mit einem Kennwort an die Geschäftsstelle der Ausstellung für das Jahr 18094 
Bahnhofstrasse 8 hier einzureichen, 
Für diejenigen 3 Entwürfe, welche nach dem Ausspruche der Herren Preis- 
richter den Anforderungen am besten entsprechen, werden folgende Preise fest- 
gesetzt: 1500 Mark als erster, 1000 Mark als zweiter und 500 Mark als dritter Preis. 
Falls die Preisrichter der Ansicht sind, dass keine der Arbeiten einen dieser 
Preise verdiene, so muss die Summe von 3000 Mark in anderer Verteilung, 
dem Spruche der Preisrichter gemäfs, zur Prämiierung bezw. zum Ankauf der besten 
Entwürfe verwendet werden, 
Es ist in Aussicht genommen, dem Architekten des zur Ausführung bestimmten 
Entwurfes die Bauleitung zu übertragen. 
Als Preisrichter werden thätig sein: Geh. Reg.-Rat Professor Ende in 
Berlin. Geh. Kommerzienrat Hansen in Gotha. Reg.- u. Baurat KZeinwächter 
in Erfurt, Baurat 4. Rossbach in Leipzig. Architekt Celbo in Leipzig. Der 
Oberbürgermeister in Erfurt, Schneider. 
Auszug aus dem Protokoll des Preisgerichts. 
Das Preisgericht trat am 23. Oktober 1893 zur Beurteilung der einge- 
gangenen Konkurrenzpläne für die Bauten der Ausstellung zusammen, 
Es sind acht Projekte eingegangen, die im allgemeinen dem Programm 
entsprachen. Es wurde zunächst zur engeren Auswahl unter den vorhandenen 
Projekten geschritten und es ergab sich dabei, dass die folgenden, obgleich einzelne 
noch bemerkenswerte wohlgelungene Einzelheiten aufwiesen, von der ferneren 
Beurteilung auszuschliefsen sind und zwar: 1. Das Projekt mit dem Motto: 
„„Traumbild“. 2. Das Projekt „Ernst“. 3. Das Projekt mit dem Motto: „Sparsam- 
keit ist die Mutter der Weisheit‘, 4. Das Projekt mit dem Motto: „,Z7huringia“. 
Es verblieben somit zur engeren Auswahl die vier: „Drei Gleichen‘, — „Auch 
Einer“. — „Sacra Erfordia“. — „Kunst und Gewerbe‘. Nach einer ein- 
gehenden Besichtigung und Besprechung dieser Projekte wurde einstimmig dem- 
jenigen mit dem Motto: „Sacra Erfordia“ der erste Preis zuerkannt, 
 
	        

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