Full text: Deutsche Konkurrenzen (1893, Bd. 2, H. 13/24)

  
Ausschlaggebend hierbei war der Umstand, dass dasselbe den Anforderungen 
des Programms am meisten entspricht. Die Parkanlagen, wie sie durch die beab- 
sichtigte Ausstellung geschaffen werden, können nach beendigter Ausstellung als 
städtische Anlagen bestehen bleiben. Der Baumwuchs der Glacis ist nach Mög- 
lichkeit geschont, Wenn irgend eines der hier in Betracht gekommenen Projekte 
für den ausgeworfenen Preis ausgeführt werden kann, so dürfte es dieses sein. 
Als ganz besonders glücklich wurde die Anordnung des Hauptausstellungs- 
gebäudes allseitig anerkannt, da hierdurch der vorhandene Platz am. meisten in 
seiner Gesamtheit geschont und in seiner Besonderheit ausgenutzt wird. Auch 
wurde der glückliche Gedanke, einen vorhandenen Festungsunterbau als Fundament 
für einen malerisch und gut gelegenen Aussichtsturm zu benutzen, gerühmt. 
Den zweiten Preis erhält das Projekt mit dem Motto: „Drei Gleichen‘. 
Das Projekt löst die gestellte Aufgabe in durchaus befriedigender künstlerischer 
Weise. Der projektierte Ein- und Aufgang zu dem geschaffenen Plateau, der 
hinreichend grosse Platz und dessen Ausbildung vor dem Hauptgebäude, das 
Hauptgebäude selbst, die Maschinenhalle, die Forst- und landwirtschaftliche Halle, 
insbesondere aber die Kunsthalle und ihre vorzügliche Lage wurden allseitig als 
besonders gelungen anerkannt. 
Weniger befriedigt war man von den seitlichen Flügelbauten, obgleich der 
Zweck derselben, die seitlichen Axen zu betonen und eingerahmte Durchblicke 
zu schaffen, wohl erkannt wurde. 
Der dritte Preis wurde dem Projekte mit dem Motto: „Kunst und Ge- 
werbe‘“ zu Teil. Die Anordnung der Gebäude auf der zur Verfügung gestellten 
Baufläche ist eine klare und übersichtliche, wenn auch nicht überall eine archi- 
tektonisch schöne. Die gewählte Form der Haupthalle schiebt die Front des 
Gebäudes so weit nach vorn, dass der davorliegende Platz zu sehr beschränkt 
wird. Das Projekt mit dem Motto: „Auch einer“ wurde mit zur engeren Wahl 
gestellt, weil die Lösung des Haupt- und Nebeneinganges (von der Daberstetter- 
strasse) eine glückliche und die Architektur der Gebäude für die Kochkunst- 
Ausstellung, der Restauration etc. eine künstlerisch ansprechende Lösung gefunden 
hatte. Bei Eröffnung der Umschläge ergab sich als Verfasser: ı. Für das Projekt 
„Sacra Erfordia‘“ Traue & Klepzig, Baumeister in Halle a/S. 2..,,Drei Gleichen‘ 
Kuder & Müller, Architekten in Strassburg i/E. 3. „Kunst und Gewerbe“ Franz 
Hannemann, Architekt in Leipzig. 
  
 
	        

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