Full text: Grundordnung der Universität Stuttgart (1969)

8 40 Studienkommissionen 
(1) Für jede Studienrichtung wird eine Studienkommis- 
sion gebildet, deren Aufgabe es ist, 
1. Studienpláne (Angebot und Zeitablauf der Lehr- 
veranstaltungen), 
. Bestimmungen über eventuelle praktische Tátig- 
keiten, 
3. Empfehlungen über die Lehrmethoden, 
4. Vorschláge für Ordnungen über die akademischen 
Zwischen- und AbschluBprüfungen 
zu erarbeiten. 
(2) Wenn die zustàndigen Fakultáten innerhalb von 
4 Wochen keinen Einspruch einlegen, gilt der Vor- 
schlag der Studienkommission als Fakultätsbe- 
schluß. Über Einsprüche entscheidet eine gemein- 
same Versammlung der zuständigen Fakultäten und 
der betroffenen Universitätslehrer auch aus anderen 
Fachbereichen. Im Zweifelsfalle entscheidet der 
Senat, welche Fachbereiche für eine Studienrich- 
tung zuständig sind. 
) Die Studienkommissionen setzen sich zu gleichen 
Teilen aus sachkundigen Vertretern der Universitäts- 
lehrer nach 853 Abs. 1, der übrigen Angehörigen 
des Lehrkörpers nach 853 Abs. 2 und aus Vertretern 
der Studentenschaft zusammen. Ihre Mitglieder wer- 
den von einer gemeinsamen Versammlung der zu- 
ständigen Fakultäten, erweitert um alle Universitäts- 
lehrer, die an der jeweiligen Studienrichtung betei- 
ligt sind, gewählt. 
8 41 Schlichtungsverfahren im Fachbereich 
Zur gütlichen Beilegung von Auseinandersetzungen zwi- 
schen Mitgliedern eines Fachbereichs wählt die Fakultät 
einen Vertrauensmann, der möglichst nicht Mitglied der 
Fakultät ist. Gelingt diesem eine Einigung nicht, dann 
kann der Schlichtungsausschuß der Universität angeru- 
fen werden. 
Universitätseinrichtungen 
$ 42 Zuordnung, Bildung, Veränderung und Aufhebung 
(1) Universitätseinrichtungen im Sinne dieser Grundord- 
nung sind Institute und zentrale Einrichtungen. 
(2) Die zentralen Einrichtungen sind dem Senat zuge- 
ordnet. Die Institute sind einem bestimmten Fachbe- 
reich zugeordnet. Die Zuordnung der Institute kann 
im Einvernehmen der beteiligten Fachbereiche und 
bei Zustimmung der betroffenen Institute geändert 
werden. Dabei ist die Zustimmung des Senats und 
des Verwaltungsrats erforderlich. 
Die Bildung, Veränderung und Aufhebung von Insti- 
tuten kann von diesen über den zuständigen Fach- 
bereich oder von dem zuständigen Fachbereich 
selbst beim Senat und Verwaltungsrat beantragt 
werden. 
$ 43 Gliederung der Institute 
(1) Die Instituten haben folgende Organe: 
1. die Institutsversammlung, 
2. den Institutsausschuß, 
3. den Institutsvorstand, 
4. den geschäftsführenden Direktor. 
(2) Die Institutsversammlung besteht aus 
1. allen hauptamtlich in dem Institut tätigen Angehö- 
rigen des Lehrkörpers, 
. bis zu 2 gewáhlten Vertretern des in dem Institut 
tátigen technischen und Verwaltungspersonals 
auf dessen Wunsch, sofern Angehórige beider 
Gruppen vorhanden sind, 
. auf Wunsch der an dem Institut arbeitenden Stu- 
denten oder einer beteiligten Fachschaft bis zu 2 
von der zustándigen Fachschaft bestátigten Stu- 
denten. 
Die Institutsversammlung ist beim ErlaB der Instituts- 
ordnung entsprechend § 44 Abs. 1 und 4 und bei der 
Bestellung und Abberufung von Abteilungsleitern 
entsprechend 8S 44 Abs. 3 zu beteiligen. 
Der InstitutsausschuB besteht aus 
1. dem Institutsvorstand, 
2. gewáhlten Vertretern: 
a) der am Institut hauptamtlich tätigen Angehôri- 
gen des Lehrkôrpers nach 853 Abs.1 Nr.2 
a—c und Abs. 2 Nr. 2—4, 
b) des am Institut tätigen technischen und Ver- 
waltungspersonals, sofern Angehôrige beider 
Gruppen vorhanden sind, 
c) auf Wunsch der am Institut arbeitenden Stu- 
denten oder einer beteiligten Fachschaft von 
der zuständigen Fachschaft bestätigte Studen- 
ten. 
Die Anzahl der gewählten Vertreter ist so groB wie 
die Zahl der Mitglieder des Institutsvorstands. Jede 
der drei in Nr. 2 genannten Gruppen muß auf ihren 
Wunsch vertreten sein. Das Nähere regelt die Insti- 
tutsordnung. 
Der Institutsausschuß berät den Institutsvorstand in 
grundsätzlichen Wirtschafts- und Personalangele- 
genheiten. Die Institutsversammlung kann beschlie- 
ßen, daß der Institutsausschuß beschließende Funk- 
tion hat. Dieser Beschluß ist nur mit der Mehrheit 
der Stimmen der Mitglieder des Institutsvorstands 
möglich. Stimmt der Institutsvorstand nicht zu, so 
hat er seine Ablehnung in der Fakultät zu begrün- 
den. 
In Instituten, in denen der Institutsvorstand aus 
weniger als 3 Mitgliedern besteht, ist die Fakultät, 
der das Institut zugeordnet ist, für die grundsätz- 
lichen Wirtschafts- und Personalangelegenheiten zu- 
ständig. 
Der Institutsvorstand besteht aus 
1. den am Institut tätigen ordentlichen Professoren 
und, soweit vorhanden, 
2. den mit der Leitung einer Abteilung des Instituts 
beauftragten Universitátslehrern und sonstigen 
Beamten und Angestellten. 
Die Mitgliedschaft in mehr als einem Institutsvor- 
stand bedarf der Zustimmung der zustàndigen 
Fakultät. 
In der Institutsordnung kann vorgesehen werden, 
daB der Institutsvorstand einen engeren Vorstand 
wáhlen kann. Diesem engeren Vorstand müssen 
mindestens zur Hälfte Universitätslehrer angehören. 
Der Institutsvorstand leitet das Institut und ist für die 
Arbeit des Instituts verantwortlich. In den Instituten, 
in denen der Institutsausschuß beratende Funktio- 
nen hat, trifft der Institutsvorstand die Entschei- 
dungen über die grundsätzlichen Wirtschafts- und 
Personalangelegenheiten in Anwesenheit des In- 
stitutsausschusses. 
Der Institutsvorstand beruft jährlich eine Vollver- 
sammlung aller Institutsangehórigen und der am In- 
stitut tátigen Studenten ein. Dabei findet eine Aus- 
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