Full text: Statuten für die Studirenden der K. polytechnischen Schule zu Stuttgart (1876)

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bote und Verbote ob, zu welchem Behufe ihm zuſteht, Verweise, 
Geldbußen bis zum Betrage von 10 und Carcerſtrafe bis zu 
dreimal 24 Stunden zu verhängen. Verfehlungen, welche strenger 
zu ahnden sind, werden dem Erkenntniß des Lehrerausſchuſſes 
oder Lehrerconvents unterstellt. 
§. 42. 
Der den leitenden Organen der Schule beigegebene Ver- 
waltungsbeamte hat den Direktor in Disciplinarſachen zu unter- 
ſtützen und nach Auftrag Unterſuchung bei Disciplinarvergehen 
zu führen. Die Studirenden sind gehalten, seinen Citationen 
und Weiſungen Folge zu leiſten. 
§. 43. 
Der Lehrerausschuß iſt in den zu seiner Strafgewalt ge- 
hörigen Fällen befugt, Verfehlungen der Studirenden mit ge- 
ſchärftem Verweis, ſowie mit Carcerſtrafe von mehr als dreimal 
24 Stunden bis zu 14 Tagen zu ahnden. 
§. 44. 
Wie der Lehrerausſchuß, ſo kann auch der Lehrerconvent 
einen verschärften Verweis ertheilen. Im Uebrigen iſt es Sache 
des Lehrerconvents, auf Entziehung des Genusses von Beneficien 
und Stipendien, auf Bedrohung mit dem Aussſchlusse, sowie auf 
Ausschluß aus der Anstalt zu erkennen. 
§. 45. 
Die in §. 37 und §. 38 erwähnten Disciplinarmaßregelnn . 
können nur von dem Lehrerconvent verhängt werden. 
§. 46. 
Von den Strafverfügungen des Direktors findet kein Re- 
kurs statt; von den Erkenntnissen des Lehrerausſchuſſes dagegen 
kann an den Lehrerconvent, und von den Erkenntnissen des 
  
  
  
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