Volltext: Statuten für die Studierenden des k. Polytechnikums zu Stuttgart (1885)

    
  
    
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§. 30. 
Die Bedrohung mit dem Ausſchluß geſchieht entweder ganz 
allgemein oder mit Beſchränkung auf den Fall eines bestimmten 
Vergehens. Im erſten Fall wird der damit Belegte bei dem 
nächsten erheblichen Vergehen irgend einer Art, im letzteren aber 
bei einem Vergehen der beſtimmten Art von der Anstalt entfernt. 
§. 31. 
Der Ausſchluß aus der Anstalt wird insbeſondere verfügt: 
a) wegen öfteren oder längeren unentſchuldigten Wegbleibens 
von dem Unterricht; 
b) wegen hartnäckigen Ungehorſams; 
c) wegen unsittlichen Lebenswandels und gemeiner Vergehen. 
§. 32. 
Die höchste Dtsipliva är. iſt der bleibende Ausſchluß 
von der Anstalt. – Sie wird durch Anſchlag am ſchwarzen 
Brett bekannt gemacht. 
§. 83. 
Von dem Ausſchluß aus der Anstalt wird nach Beſchaffen- 
heit des Falles den Polizeibehörden Anzeige gemacht werden. 
§. 34. 
Welche von den aufgezählten Disziplinarſtrafen in jedem 
einzelnen vorkommenden Falle zur Anwendung gebracht werden 
ſoll, bleibt dem Ermeſſen der erkennenden Behörde überlassen, 
ſoweit für die abzurügende Verfehlung in den bestehenden 
Normen nicht eine beſtimmte Strafe angedroht ist. Dieſelbe 
iſt hiebei keineswegs an eine beſtimmte Stufenfolge gebunden, 
ſondern kann nach Maßgabe des Vergehens auch ſchon das 
erstemal eine härtere, ſelbſt die höchſte Strafe verhängen. Bei 
Bemeſſung einer Disziplinarſtrafe gilt eine Vorſtrafe als Er- 
ſchwerungsgrund. 
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