Full text: Neue Allgemeine Bau-Ordnung für das Königreich Württemberg

    
    
200 NI]. Königl. Verordnung vom 21. Dezember 1876, 
durch die Angestellten, Angehörigen oder Arbeiter entweder ſelbsſt Ä 
zu überwachen, oder durch hiefür besonders bezeichnete zuverlässige 
Personen überwachen zu laſſen. Für Etablisſements von größerer 
Ausdehnung oder besonderer Feuergefährlichkeit kann die Einrich- 
tung einer Nachtwache verlangt werden. 
Ebenſo haben die Gastwirthe dem Verkehr mit Feuer und 
Licht in ihren Gasthäuſern die nöthige Aufmerksamkeit zu ſchenken. 
§ 3. 
Kindern, Geisteskranken und Betrunkenen dürfen Feuer und 
Licht, Schießpulver, Feuerwerk oder andere leicht entzündliche Stoffe | 
nicht vhne die zur Vermeidung von Gefahr nöthige Vorſicht an- 
vertraut werden. 
   
B. Von dem Yenelhmen mit Feuer, Lichk. 
§ 4. 
In Gebäuden dürfen Feuer in der Regel (vergl. g 5 und 
§ 14 Abſ. 2) nur in vorſchriftsmäßigen Feuerstätten angezündet 
werden. gts: 
Glut-Häfen und Glut-Pfannen, sowie Räucher-Pfannen dürfen 
in Scheunen, Ställen, Böden oder anderen Räumen, welche zur 
Aufbewahrung feuerfangender Gegenstände dienen, nicht benütt 
werden. 
In anderen Räumen ist deren Benüßzung nur dann gestattet, 
wenn ſie aus feuerſicherem Material bestehen und Glut-Häfen und 
-Pfannen überdies feuersicher geſchlossen ſind. Dabei dürfen jedoch 
dergleichen Behältnisse nicht auf oder in gefährlicher Nähe von 
brennbarem Material aufgestellt werden. 
§ 6. 
Holzſpäne und ähnliche, Glut und Aſchenabfall gebende Ma- 
terialien dürfen zur Beleuchtung nicht verwendet werden. 
 
	        

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