Full text: Neue Allgemeine Bau-Ordnung für das Königreich Württemberg

   
  
202 Nl. Königl. Verordnung vom 21. Dezember 1876, 
    
§ 10. 
_ Wird in den Werkstätten der Holzarbeiter offenes Licht ge- 
braucht, ſo muß dasselbe an durchaus feuerſicherer Stelle oder 
wenigstens auf einem metallenen Leuchter angebracht sein, welcher 
einen schweren Fuß von mindestens 20 Centimeter im Durchmesser 
und einen Rand von wenigstens 3 Centimeter Höhe hat. Auch | 
darf das Licht nicht ohne Aufsicht gelasſen werden. 
§ 11. 
Auf Feuerherden und in Kaminen, desgleichen in und auf 
den Oefen darf Holz nur für Haushaltungszwecke in kleineren 
Quantitäten und mit Vorsicht gedörrt werden. 
§ 12. 
Das Dörren von Hanf oder Flachs mittelſt Feuer iſt in 
Wohngebäuden und in gefährlicher Nähe von solchen oder anderen 
Gebäuden verboten und darf namentlich auch nicht in Backöfen, 
welche an oder in den Häuſern ſich befinden, vorgenommen werden, 
iſt vielmehr nur in ſolchen vorsſchriftsmäßig hergestellten Backöfen 
oder besonderen Dörrlokalen zulässig, welche von anderen Bauten | 
ſo weit entfernt sind, daß eine Gefahr für die Nachbarſchaft nicht 
zu befürchten ist. 
§ 13. 
Das Auslassen von Schmalz und Talg, das Sieden von 
Del, Pech, Lack, Firniß und dergleichen muß, soweit es nicht bloß 
zum eigenen Gebrauch in Haushaltungen stattfindet, entweder im 
Freien entfernt von Gebäuden und feuerfangenden Gegenständen 
oder in ganz feuerſicheren Lokalen bei geſchloſſenem Feuer vorgen. 
nommen werden. 
§ 14. 
Im Freien darf Feuer in gefährlicher Nähe von feuer- 
fangenden Gegenständen oder von Gebäuden nicht angezündet oder 
unterhalten werden. 
  
   
 
	        

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