Full text: Neue Allgemeine Bau-Ordnung für das Königreich Württemberg

      
    
232 
  
XV]. Minist.-Verf. vom 3. Oktober 1876, 
   
1) bei den Eſſenkaminen der Feuerarbeiter, soferne nur Holz- q 
oder Steinkohlen gebrannt werden; 
2) bei denjenigen Dampfkeſſelkaminen, welche auf dem natürn. 
lichen Boden gegründet und mindestens 30 Centimeter von 
allem Holzwerke entfernt sind; 
3) bei den Heizſschläuchen und Rohrleitungen der Malzdörren, 
hinsichtlich welcher es bei den Vorsſchriften vom 4. Oktober 
1847, (II. Ergänzungsband zum Reg.-Blatt S. 168) sein 
Verbleiben hat *). 
Auf Verlangen haben sich übrigens die Kaminfeger auch der 
Reinigung der vorgenannten Feuerungs-Einrichtungen zu unter- 
ziehen. 
§ 8. 
Bei dem Kaminreinigen hat der Kaminfeger zugleich auf 
schadhafte Stellen oder vorſchriftswidrige Beschaffenheit der Ka- 
mine und Feuerungseinrichtungen, sowie auf sonstige feuergefähr- 
liche Verhältniſſe genau zu achten und etwaige Mängel sogleich 
zur Kenntniß der Hausbewohner zu bringen und der Ortspolizei 
  
*) Die angeführten Vorschriften vom 4. Oktober 1847 lauten: 
  
1) Die Reinigung der mit Malzdörren verbundenen bestein. 
baren oder unbesteigbaren Kamine, sie mögen sich unter oder über 
der Dürre befinden, ist von den Kaminfegern gegen die feſtgeſetzten 
Gebühren zu besorgen. 
2) Die ausschließliche Befugniß der Kaminfeger zur Reinigung 
beſchränkt sich auf die Kamine und erstreckt ſich nicht auf de. 
Dörren ſelbst. 
Die Reinigung der Dörren, mögen sie nun nach alter Art als 
Rauchdörren, oder nach neuerer Art mittelſt Wärmekanälen con- 
ſtruirt sein, kann der Brauereiinhaber nicht nur ſelbſt besorgen, 
sondern auch durch Handwerksleute aus den für dieses Geschäft sich 
besonders eignenden Gewerben der Maurer, Hafner, Schloſsſer, 
flzſhner und Kupferſchmiede, nach seiner freien Wahl besorgen 
aſſen. 
Die Größe der an die lettteren zu entrichtenden Gebühren iſt 
Sache der Uebereinkunft zwiſchen den Betheiligten.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.