Volltext : Götterlehre oder mythologische Dichtungen

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wo  er  sie  seiner  Gemahlin  Dirce  übergab,  von  der
sie  auf  das  grausamste  mißhandelt  wurde.
Antiope  hatte  vom  Jupiter  den  AmphivN  und
Zethus  gcbohren,  die  heimlich  erzogen  wurden.  —
Sobald  sie  ein  Mittel  fand,  zu  entrinnen,  eilte  sic
zu  ihren  Söhnen,  und  forderte  sic  auf,  die  Schmach
ihrer  Mutter  zu  rächen.  —  Amphion  und  Zethus
drangen  in  Theben  ein,  erschlugen  den  Lykus,  verjagten ­
  den  Lajus,  und  banden  die  Dirce,  welche
«hre  Mutter  so  grausam  mißhandelt  hatte,  a«  die
Körner  eines  wilden  Stiers,  von  dem  sie  zerrissen
ward.
Amphion  erbaute  nun  die  Mauern  von  Theben,
und  schloß  die  Stadt  mit  sieben  Thoren  ein.
Die  Ueberrcdungskunst,  womit  Amphion  zu  diesem
Werke  die  rohen  Einwohner  zu  ermuntern  wußte,
«hüllt  die  Dichtung  in  die  schöne  Fabel  ein,  daß  er
durch  die  Töne  seiner  Leycr  die  Steine  selbst  bewegt
habe,  sich  zusammenzufügen,  und  zu  Mauern  und
Thürmen  sich  zu  bilden.
Nach  dem  Tode  des  Amphion  und  Zethus  riefen
die  Thebancr  den  verjagten  Lajus,  des  Labkadus
Sohn  zurück,  und  gaben  ihm  die  Herrschaft  wieder,
woraufer  mit  der  Jokasse,  der  Schwester  des  KrevN,
eines  Thebanischen  Fürsten,  sich  vermählte.
Oedipus.
Dem  Lajus  war  gcweißagt  worden,  daß  sein  Sohn
«hn  erschlagen  würde.  —  Als  ihm  daher  Jokastc  de»
            
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