Volltext : Galvanismus und Elektrodynamik (4)

 

 

 

Elektrodynamische Maassbestimmungen insbesondere
über den Zusammenhang des elektrischen Grundgesetzes
 mit dem Gravitationsgesetze.

1.

Ueber Zurückführung qualitativer Verschiedenheiten der Körper auf
quantitative, nach der Annahme, dass alle ponderabelen Moleküle Verbindungen
 positiv und negativ elektrischer Moleküle seien.

Von den ponderabelen Körpern im Weltenraume im festen, flüssigen
 und Iuftförmigen Aggregatzustande sind imponderabele Körper
unterschieden worden, insbesondere der Lichtstoff, Wärmestoff, zwei
elektrische und zwei magnetische Stoffe, und es ist hiernach die ganze
Physik eingetheilt worden in die Mechanik der ponderabelen festen,
flüssigen und. luftförmigen Körper und in die Lehre vom Lichte, von
der Wärme, der Elektricität und dem Magnetismus.
In Folge weiterer Entwickelung dieser Lehren ist nun aber die
vom Magnetismus nebst deren Erweiterung durch die Lehre vom Diamagnetismus,
 ganz von der Elektricitätslehre absorbirt worden, wodurch
die Annahme zweier besonderen magnetischen Stoffe weggefallen ist.
Ebenso ist die Unterscheidung eines Lichtäthers für Lichtstrahlen von
einem Wärmedther für Wärmestrahlen fallen gelassen worden; es blieb
jedoch ein Aether für Licht- und Wärmestrahlen und ein Wärmestoff
übrig als Träger der Wärme im Inneren ponderabeler Körper, besonders
 metallischer Wärmeleiter.
Es ist interessant, diesen Entwickelungsgang der physikalischen
Forschungen weiter zu verfolgen und zwar, indem man beachtet:
Erstens, dass die Lehre vom Magnetismus von der Elektricitätslehre
 nur absobirt werden kann unter Voraussetzung beweglicher Theile
im Innern aller magnetischen und magnetisirbaren Körper, nämlich
positiv elektrischer Moleküle, welche Molekularströme um die ponderabelen,
 mit negativer Elektricität geladenen Moleküle im Innern aller

magnetisirbaren Körper bilden.

  

 

 

  
            
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