IL. Zur Galvanometrie. 81
Weise Stromarbeit wi” und Stromintensität £ unabhängig von einander
beobachtet und nach den festgesetzten absoluten Maassen gemessen
werden, so findet man aus diesen beiden Messungen den Widerstand
nach absolutem Maasse w = wi”/i®*, ohne dass es der Kenntniss der
elektromotorischen Kraft e bedarf, durch welche der Strom hervorgebracht
wurde. Es wird also durch diese Principien eine wesentlich
neue Methode der absoluten Widerstandsmessung gewonnen.
Es ist schon bemerkt worden, wie die Beobachtung und Messung
der von einem Strome in einem Leiter erzeugten Wärme benutzt werden
kann, um die Stromarbeit unabhängig von der Stromintensität zu bestimmen;
doch bietet sich noch ein anderer Weg dar, wo es nicht nöthig
ist, die Voraussetzungen der mechanischen Wärmetheorie zu Hülfe zu
nehmen, sondern wo das elektrische Grundgesetz genügt, wonach messbare
Arbeit ponderabler Körper in Stromarbeit umgesetzt werden kann,
so dass Stromarbeit durch Messung der Arbeit bewegter ponderabler
Körper sich bestimmen lässt. Doch möge der näheren Erörterung dieser
Methode, die Stromarbeit zu messen, eine kurze Betrachtung über das
Maximum der Stromarbeit vorausgeschickt werden, die sich aus der
nach elektrischen Gesetzen gegebenen Bestimmung der Stromarbeit unmittelbar
ergiebt.
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Maximum der Stromarbeit.
Es sei eine Voltaische Säule oder irgend ein anderer Elektromotor
gegeben, welcher in dem Leiter, durch den er geschlossen wird, nach
Verschiedenheit desselben bald eine grössere, bald eine kleinere Stromarbeit
verrichtet; es wird derjenige Leiter gesucht, für welchen diese
Stromarbeit ein Maximum ist.
Bezeichnet man den Widerstand des Leiters mit w und die Stromintensität
mit i, so ist die Stromarbeit in diesem Leiter nach elektrischen
Gesetzen, wie im vorigen Artikel gezeigt wurde, == wi®.
Nach den Omwm’schen Gesetzen ist aber, wenn e die elektromotorische
Kraft und w’ den Widerstand des gegebenen Elektromotors bezeichnet,
die Stromintensität i = e/(w' + w), folglich ist wi? = e*w/(w' + w)*. Hiernach
wird derjenige Leiter gefunden, für welchen die Stromarbeit ein
Maximum ist, wenn für einen veränderlichen Werth von ww
e?*4w
(w'+ w)*
x 2:2 92201 ‚' ’ / „4 z
gesetzt wird, woraus [(w/-+ w)? e* — 2e*w (w'-+w)]/[w’-+ wWi= 0, dd. £
w==w/' folgt. Das heisst also, die Stromarbeit im Leiter ist am grössten,
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—: Maximum
Weber IV