Title:
Anleitung zur geographischen Ortsbestimmung : vorzüglich vermittelst des Spiegelsextanten
Creator:
Bohnenberger, Johann Gottlieb Friedrich von
Shelfmark:
1G 2912
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1568626070802/283/
——_“ 
mn 261 
Wenn man aus jeder Höhe besonders nach 
6. 4. die Breite bestimmt, ohne den Collima- 
tionsfehler in Rechnung zu bringen, So sind 
die beyden Bestimmungen um den gedoppel- 
ten Collimationsfehler voneinander verschie- 
den. Die wahre Breite ist gleich dem arıth- 
metischen Mittel aus beyden, der Collima- 
tionsfehler = ihrem halben Unterschied. 
SS. 154. 
‚Sind die Höhen wenig. von einander ver- 
schieden ; so kann man ihren Unterschied mit 
einem Micrometer messen. Alsdann sind auch 
die Stralenbrechungen auf beyden Seiten ein- 
ander beynahe gleich, folglich auch die schein- 
baren Höhenunterschiede den wahren. Man 
hat also hiezu nur eine mit einem Micrometer 
versehene Fernröhre mit einer Vorrichtung 
nöthig , vermittelst welcher man sie jedes mal 
in dieselbe Lage gegen den Horizont bringen 
kann! Diese Methode wurde zuerst von dem 
Dänischen Astronomen, Pet. Horrebow» ge- 
braucht, und durch Hell weiter ausgeführt 
und angewandt. Man sehe die Wiener Epheme- 
riden für 1771, und die Beyträge zu werschie- 
denen Wissensch. von einigen öst. Gelehr- 
ten. Wien1775.8S. 106. u. £. Röslers Handbuch 
der practischen Astronomie xı'Th. S. 3m u. £ 
Ohne Micrometer lassen sich die Höhen- 
unterschiede auf folgende Art bestimmen. Man 
richte die Fernröhre nach dem unter der klei- 
nern Höhe culminirenden Stern, und bringe sie 
hierauf in dieselbe Lage gegen den Horizont 
auf der andern Seite des Zeniths, wo man 
R 3 : die 
 
        

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