Title:
Anleitung zur geographischen Ortsbestimmung : vorzüglich vermittelst des Spiegelsextanten
Creator:
Bohnenberger, Johann Gottlieb Friedrich von
Shelfmark:
1G 2912
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1568626070802/408/
   
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
   
  
  
  
  
  
  
   
  
  
  
  
   
    
  
  
  
  
S. 1201, 
Die Sehnen der verfinsterten Theile än 
dern sich nahe bey dem Anfang und Ende der 
Finsternifs sehr geschwind, daher man aw 
denselben den Abstand der Mittelpuncte sehr 
genau bestimmen kann. Wird der Winked 
aSse=45°, so ist die Aenderung der Sehne 
der Aenderung des Abstands der Mittelpuncte 
gleich. Wird die Sehne noch gröfßer, so Mt 
es vortheilhafter , die Größe der hellen 'Thei 
le der Sonne zu messen, deren Veränderung 
immer mit derselben Geschwindigkeit geschie- 
het, mit welcher sich der Abstand der Mittel 
puncte verändert. ; 
Mifst man zur Zeit der scheinbaren Zt 
sammenkunft des Monds mit der Sonne den 
Abstand der Mittelpuncte, so ist dieser der 
scheinbaren Breite des Monds gleich. Diese 
mit derjenigen, welche man für. denselben 
Augenblik aus astronomischen Tafeln gefun 
den, und nach $. 188. berechnet hat, vergl 
chen, gibt den Fehler der Mondstafeln in der 
Breite, wenn man die Parallaxe und die Halb- 
messer des Monds und der Sonne als richtig 
annımmt. | 
Da sich der Abstand der Mittelpuncte zur 
Zeit der scheinbaren, Conjunction nur lang 
sam ändert, so kann man die Zeit derselben 
aus der Berechnung der Sonnenfinsterniß 
nach den astronomischen Tafeln nehmen. 
Genauer findet man sie aus der Beobachtung 
des Anfangs oder des Endes der Sonnenfin- 
sternißs auf folgende Art. In $.ı91. drükt B9 
den 
 
        

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