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Anstallen der Wohlthäligkeit und der Fürsorge
für die arbeitenden Klassen.
Aus den reichen Quellen unermüdlicher Mildthätigkeit des Königlichen Hauses
umsichtiger Fürsorge der Gemeindebehörden, rastlosen Wirkens zahlreicher Vereine, in
denen Hunderte raten und thaten, Tausende spenden und beisteuern, hat sich in den
jiebenzig Jahren, seit die unvergeßliche Königin Katharina einen alle Vereinigungen
für das Wohlthun in Stadt und Land umspannenden Wohlthätigkeit3verein ins Leben
gerufen, über die Hauptstadt ein Net von Anstalten der Nächstenliebe ausgebreitet,
die zu nicht geringem Teil dem ganzen Lande zu gut kommen. Nicht wenige dieser
Anstalten besizen eigene, im lezten Vierteljahrhundert erbaute Häuser.
1. Anslalken für Kinder.
Die Krippen. Zum bleibenden Gedächtnis des fünfundzwanzigjährigen Ehejubiläums
Jhrer Königlichen Majestäten hatte 1871 eine Anzahl hiesiger Frauen
für die 1868 errichtete, unter dem Protektorat der Königin stehende Krippe, welche
Kinder unter drei Jahren den Tag über in Verwahrung und Pflege nimmt, die Ausstattung
zu 12 Stellen und ein Kapital zum Bau eines eigenen Hauses dargebracht,
die Stadt aber ein hiezu erforderliches Grundstück in der Kasernenstraße geschenkt.
Das Haus dieser „Olgakrippe“ wurde 1873--75 von Professor Walter schön und
zweckmäßig erbaut und kann in seinen Sälen, Spiel- und Gartenräumen 80 Kinder
aufnehmen.
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