Full text: Statut für die Diplomprüfung der Abteilung für Architektur an der Königlichen Technischen Hochschule in Stuttgart (1894)

oD ma 
5) selbstgefertigte Studienzeichnungen, worunter Blätter aus folgen- 
den Fächern: 
a) Darstellende Geometrie einschliesslich Schattenkonstruktionen 
und Perspektive, 
b) Graphische Statik, 
c) Freihandzeichnen, insbesondere Ornamentenzeichnen, 
d) Bauformenlehre, 
e) Baukonstruktionslehre. 
Die eigenhändige Ausführung dieser Zeichnungen muss von der be- 
treffenden Lehranstalt oder auf sonstigem Wege  beurkundet sein. In 
Ausnahmefällen kann an Stelle der Beurkundung die Versicherung der 
eigenhändigen Anfertigung an Eidesstatt treten. 
$ 4. 
Über die Zulassung zur Vorprüfung entscheidet die Direktion der 
Technischen Hochschule auf Antrag der Architekturabteilung. 
S5. 
Die Prüfung ist die gleiche wie die mathematisch-naturwissenschaft- 
liche Vorprüfung im Hochbaufach (siehe Königliche Verordnung vom 18. April 
1892, betreffend die Staatsprüfungen im Baufache; Verfügung des Ministeriums 
des Kirchen- und Schulwesens vom 10. Mai 1892, betreffend. die an der 
Technischen Hochschule in Stuttgart abzuhaltende mathematisch - natur- 
wissenschaftliche Vorprüfung für Kandidaten des Hochbau-, Bauingenieur- 
und Maschineningenieurfachs), sie wird mit dieser gleichzeitig im Oktober 
abgehalten. 
Die Prüfungskommission wird aus den betreffenden Lehrern 
der Technischen Hochschule gebildet. Den Vorsitz in derselben führt 
der Abteilungsvorstand. 
S 6. 
Prüfungsgegenstände sind: 
1) Mathematik: 
a) Trigonometrie, 
b) Analytische Geometrie der Ebene und des Raumes, 
ec) Niedere Analysis, 
1) Differential- und Integralrechnung in dem Umfange, in welchem 
die Abiturienten der württembergischem Realgymmasien und 
zehnklassigen Realanstalten geprüft werden, 
2) Darstellende Geometrie, 
3) Schattenkonstruktionen und Perspektive, 
4) Technische Mechanik (Statik, Dynamik, Hydraulik), 
5) Physik, 
6) Chemie, 
7) Mineralogie und Geognosie, 
Bibliothek 
d. Techn, Hochschule 
Stuttgart
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.