Full text: Statut für die Diplomprüfungen der Abteilung für Maschineningenieurwesen einschliesslich Elektrotechnik an der Königlichen Technischen Hochschule in Stuttgart (1899)

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Die Prüfungskommission wird aus den betreffenden Lehrem der Tech- 
nischen Hochschule gebildet. Den Vorsitz in derselben führt der Abteilungs- 
vorstand. 
Über die Zulassung zur Prüfung entscheidet das Rektorat der Tech- 
nischen Hochschule auf Antrag der Abteilung. 
Die bei der Prüfung als befähigt erklärten Kandidaten erhalten je 
ein von sämtlichen Mitgliedern der Prüfungskommission unterschriebenes 
und seitens des Rektorats der Technischen Hochschule beglaubigtes Zeugnis, 
welches die Klasse der von dem Kandidaten bewiesenen Befähigung angiebt: 
ausserdem auf Wunsch eine Abschrift desselben mit Angabe der in den 
einzelnen Fächern erhaltenen Prüfungsnoten. Die Namen der Bestandenen 
werden durch den Staatsanzeiger und den Jahresbericht der Technischen 
Hochschule veröffentlicht. 
Für die Befähigungsstufen gilt die in $ 17 dieses Statuts gegebene 
Vorschrift. 
6. 
Das Gesuch um Zulassung zur Prüfung, welche in der ersten Hälfte 
des Monats Oktober stattfindet, ist vor dem 1. Juli des Prüfungsjahres bei 
dem Rektorat der Technischen Hochschule. welches hierzu Aufforderung er- 
gehen lässt, einzureichen, 
Der Meldung sind beizulegen: 
1) ein eigenhändig geschriebener Lebenslauf, 
2) das Reifezeugnis, erforderlichenfalls mit Ergänzungszeugnis im 
Englischen (§ 3 Ziff. 1¢ und Ziff. 2b), in welchem Fache diejeni- 
gen Kenntnisse nachzuweisen sind, die bei den Reifeprüfungen der 
württembergischen Realgymnasien und zehnklassigen Realanstalten 
verlangt werden, 
3) das Zeugnis über die mindestens einjährige praktische Werkstatt- 
thatigkeit (§ 4), welche sich wenigstens auf die Arbeiten des 
Schlossers, Drehers, Schmiedes und des Formers zu erstrecken hat und 
die, insofern es sich um eine nur-zwölfmonatliche Praxis handelt, 
in der Regel eine zusammenhängende, nicht unterbrochene sein 
soll, sowie das während derselben von dem Kandidaten geführte 
und vom Vorstand der Werkstätte als zutreffend beglaubigte Arbeits- 
verzeichnis, welches eine Übersicht der Thätigkeit unter Hervor- 
hebung der wichtigeren Arbeiten enthalten muss (s. d. Anhang). 
Die Prüfungskommission ist berechtigt, unmittelbar von sich aus 
festzustellen, ob der zur Prüfung sich Meldende diejenigen Kennt- 
nisse und Fertigkeiten besitzt, welche durch einjährige praktische 
Thätigkeit in einer gut eingerichteten Maschinenwerkstätte und 
Giesserei in den oben bezeichneten Richtungen erworben werden 
können, 
1) der Ausweis über mindestens einjühriges beziehungsweise zwei- 
jähriges Hochschulstudium (§ 4° 
5) Zeugnis über sittliche Führung,
	        

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