Full text: Ordnung für die geodätische Diplomprüfung an der Abteilung für Bauingenieurwesen der Königlichen Technischen Hochschule in Stuttgart (1906)

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rechnungen für die trigonometrische und polygonometrische 
Grundlage der Aufnahme, sowie der Handrisse für die Stück- 
vermessung. 
Bearbeitung (Messungsergebnisse und Ausgleichung) eines 
kleinen trigonometrischen Netzes oder wenigstens der Fin- 
schaltung einer Anzahl trigonometrischer Punkte in ein vor- 
handenes Netz. 
Bearbeitung (Messungsergebnisse und Ausgleichung) eines 
trigonometrischen Hôhennetzes oder wenigstens der Einschal- 
tung einer Anzahl neuer trigonometriseher Hóhenpunkte in 
ein vorhandenes Hohennetz, 
3) Lüngenprofil und Querprofile einer Weg- oder Bahnstrecke 
oder für das Projekt einer Straßen- oder Bahnstrecke von 
nicht unter einem km Länge. 
Höhenkurvenplan eines Geländeabschnitts von wenigstens 
einem qkm Fläche (Maßstab des Plans nicht kleiner als 
1:2500); die angewendeten verschiedenen Arten der Höhen- 
messung (Nivellement mit dem  Nivellierinstrument, halb- 
trigonometrische Hôhenaufnahme, tachymetrische und barome- 
trische Hôhenaufnahme) sind auf dem Plan kenntlich zu 
machen und es sind alle Feld- und Rechnungsbücher beizufügen. 
f) Bearbeitung eines Fein-Nivellements von nicht unter einem 
km Lünge. 
Die Arbeiten a) bis f) haben sich sämtlich auf eigene 
Messungen des Kandidaten zu gründen, was in geeigneter 
Form beglaubigt sein muß. 
Weitere Blätter aus dem Plan- und topographischen Zeichnen, 
besonders topographische Geländedarstellungen nach mindestens 
zwei verschiedenen Methoden in Maßstäben 1:10 000 bis 
1:50000. 
h) Kartenentwürfe, darunter einer für eine Erdhalbkugel, einer 
für eine Übersichtskarte eines größeren Abschnitts der Erd- 
oberfläche, einer für eine mehrblätterige Spezialkarte mit 
Beifügung aller Berechnungen. 
Die‘ Ausführung der Zeichnungen a) bis h) durch den 
Kandidaten muß in geeigneter Form beglaubigt sein. 
4. Eine Bescheinigung der Kasse der Hochschule über die Ein- 
zahlung der Gebühr für die Hauptprüfung. 
Werden die Vorlagen von der Prüfungskommission mit Zu- 
stimmung des Rektorats als genügend befunden, so wird der 
Bewerber zur Prüfung zugelassen und hiervon benachrichtigt. 
Andernfalls wird er unter Angabe der Gründe zurückgewiesen.
	        

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