Full text: Diplomprüfungsordnung der Abteilung für Chemie einschl. des Hüttenwesens und der Pharmazie an der Königlichen Technischen Hochschule zu Stuttgart (1910)

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b) Für die Fachrichtung der Chemie. Berichte über eine 
in den Laboratorien ausgeführte einfachere Übungsaufgabe, 
sowie über eine im physikalischen und botanischen Institut 
ausgeführte praktische Aufgabe. Inwieweit die in den ein- 
zelnen Laboratorien und Instituten von dem Kandidaten über 
seine Tätigkeit geführten Journale diese Probearbeiten ersetzen 
können, entscheiden die Berichterstatter. 
Für die Fachrichtung des Hüttenwesens. Der Nach- 
weis einer mindestens dreimonatigen Beschäftigung in einem 
Berg- oder Hüttenwerk, sowie ein Zeugnis über den Besuch 
der Materialprüfungsanstalt einer "Technischen Hochschule. 
3. Eine Bescheinigung der Kasse der Hochschule über die Ein- 
zahlung der Prüfungsgebühr. 
Werden die Vorlagen von der Prüfungskommission mit Zu- 
stimmung des Rektors als genügend befunden, so wird der 
Bewerber zur Prüfung zugelassen und hiervon benachrichtigt. 
Andernfalls wird er unter Angabe der Gründe zurückgewiesen. 
S 12, 
Die Hauptprüfung zerfällt in die Bearbeitung einer experimen- 
tellen Laboratoriumsaufgabe (Diplomarbeit) und in eine mündliche Prü- 
fung. Bei Kandidaten des Hüttenfachs kann die Laboratoriumsarbeit 
durch eine Konstruktionsaufgabe oder mehrere unter Klausur zu be- 
arbeitende Aufgaben von geringerem Umfang ersetzt werden. 
8 18. 
Die Diplomarbeit wird in einem der chemischen Laboratorien, 
dessen Wahl dem Kandidaten freisteht, ausgeführt. Sie soll die Be- 
fähigung des Kandidaten zur Anwendung der experimentellen Methoden 
seines Fachs und zur schriftlichen Darstellung seiner Versuchsergeb- 
nisse dartun. Die Arbeit ist längstens 4 Monate (Ferien nicht einge- 
rechnet) nach Erteilung der Aufgabe an den Vorsitzenden der Prü- 
fungskommission einzuliefern. Fine Verlängerung dieser Frist kann 
nur aus erheblichen Gründen stattfinden. 
8 14. 
Wird die Bearbeitung von der Prüfungskommission als unge- 
nügend befunden, so kann dem Bewerber eine neue Aufgabe gestellt 
werden, jedoch nur noch einmal und nicht vor Ablauf von zwei Mo- 
naten. In diesem Falle ist die Hälfte der Gebühr für die Haupt- 
prüfung aufs neue zu entrichten. Gleiches gilt, falls der Bewerber 
den Einlieferungstermin ohne triftige Gründe nicht eingehalten hat.
	        

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