Full text: Vorschriften für die Diplomprüfungen für Elektroingenieure an der Königlichen Technischen Hochschule in Stuttgart (1912)

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Über die erstandene Vorprüfung und Hauptprüfung werden Zeug- 
nisse ausgestellt, welche die erzielten Einzelnoten und das Gesamturteil 
enthalten. 
Als Nachweis der abgelegten vollständigen Diplomprüfung dient 
das Diplom. Es enthält die Beurkundung über die Ernennung des 
Bewerbers zum Diplomingenieur und die Gesamturteile über die Vor- 
prüfung und Hauptprüfung. 
Die Gesamturteile lauten: 
a) Bestanden 
b) Gut bestanden 
c) Mit Auszeichnung bestanden. 
Es entspricht: 
dem Gesamturteil a) eine mittlere Note von 3,5—5,0 bei der 
Vorprüfung und von 4,0—5,0 bei der Hauptprüfung (vgl. 88 11 und 14), 
dem Gesamturteil b) eine mittlere Note von 5,1— 6,6, 
, A e) , » > , 6,7 und mehr. 
Die Zeugnisse und das Diplom werden von dem Rektor und dem 
Vorsitzenden der Prüfungskommission eigenhändig unterzeichnet, 
8 8. 
Hat ein Kandidat die Prüfung nicht bestanden, so wird ihm 
dies mitgeteilt. 
Wenn ein Kandidat ohne triftige, sofort geltend gemachte und 
von der Prüfungskommission als ausreichend anerkannte Gründe ent- 
weder am Prüfungstermin ausbleibt oder die Prüfung vor ihrem Ab- 
schluß verläßt, so gilt diese als nicht bestanden. 
Ist ein Kandidat dreimal, sei es auch mit ausreichender Ent- 
schuldigung, bei der Prüfung ausgeblieben oder zurückgetreten, so 
kann ihm die Zulassung zu einer weiteren Prüfung versagt werden. 
Wer bei der Prüfung zweimal nicht für bestanden erklärt worden 
ist (vgl. auch Abs. 2), wird zu einer weiteren Prüfung nicht zugelassen, 
Dem Nichtbestehen der Prüfung steht es gleich, wenn ein Kandidat 
gemäß 8 9 von der Prüfung ausgeschlossen oder seines Zeugnisses 
verlustig erklärt worden ist. Bei der Wiederholung der Hauptprüfung 
wird eine bei der ersten Prüfung als genügend befundene Diplomarbeit 
(8 18) anerkannt. 
Gebrauch und Mitführen von Büchern und anderen Hilfsmitteln, 
die nicht ausdrücklich zugelassen werden, ist verboten. 
Wer sich einer Verletzung dieses Verbots oder einer Täuschung 
der Prüfungskommission bei Einreichung der Prüfungsunterlagen 
3 9.
	        

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