Full text: Ordnung der Diplomprüfung für Elektroingenieure (1932)

ANHANG III / PRAKTISCHE WERKSTATTÄTIGKEIT 
des Deutschen Ausschusses für Technisches Schulwesen”) führen, 
in das alle wesentlichen Ausbildungsarbeiten mit Handskizzen, 
Arbeitsbeschreibung und Zeitverbrauch eingetragen werden, so 
daß der Ausbildungsgang lückenlos ersichtlich ist. Dieses Werk- 
arbeitsbuch ist monatlich sowie nach jedem Ausbildungsabschnitt 
vom Betriebsleiter gegenzeichnen und beim Verlassen des Aus- 
bildungsbetriebes von der Firma bestätigen zulassen. Arbeitszeiten, 
für die kein oder nur ein dürftiges oder nachlässig geführtes 
Werkarbeitsbuch vorgelegt werden kann, werden — trotz be- 
friedigenden Werkzeugnisses — nur mit der Hälfte bis höchstens 
3ı der ausgewiesenen Zeit auf das Pflichtjahr angerechnet. An 
Stelle des Werkarbeitsbuchs kann ausnahmsweise ein inhalts- 
voller, durch Skizzen erläuterter Arbeitsbericht treten. Einwände 
der Studierenden, daß sie von dieser Bestimmung nichts gewußt 
hätten oder daß die Eigenart der betreffenden Arbeit oder ein 
werkseitiges Verbot u. dergl, die Führung eines Werkarbeitsbuches 
nicht zugelassen hätten, werden grundsätzlich nicht anerkannt, 
22, Es wird nachdrücklich empfohlen, daß sich die Praktikan- 
ten durch kurzgefaßte und dennoch inhaltsvolle Berichte über 
ihre Ausbildung, über die wesentlichen Maschinen, Einrichtungen 
und Verfahren (z. B.in der Gießerei über Schmelzöfen, Beschik- 
kung, Sandaufbereitung, Formmaschinen, Trockenöfen, Gießen 
eines schweren Stückes usw.) unter Beifügung von Handskizzen 
Rechenschaft geben, Bei Arbeit in Kraftbetrieben, bei Montagen, 
in Prüfständen usw. wird der Praktikant seine Ausbildung am 
besten durch solche kurze Berichte nachweisen. 
23. Über seine praktische Ausbildung hat sich der Praktikant 
Zeugnisse ausstellen zu lassen, die die Art und Wochendauer 
der Ausbildung in den verschiedenen Betrieben im einzelnen 
ersehen lassen, die Unterordnung unter die Arbeitsordnung be- 
kunden sowie Angaben über Führung und Fehltage während der 
Ausbildungszeit enthalten. (Hiefür wird der Zeugnis-Vordruck 
des DATSCH empfohlen.) 
24, Werkarbeitsbücher und Zeugnisse sind bei den Meldungen 
zur Aufnahme und zur Diplomvor- und Hauptprüfung einzureichen. 
Durchführung dieser Austührungsbestimmungen 
25. Vorstehende Bestimmungen sind für jede nach dem 
1. April 1928 beginnende oder fortzusetzende praktische Aus- 
bildung zu beachten, 
26. Abweichungen bedürfen der Genehmigung der zuständigen 
Abteilung bzw. Fakultät. Es ist deshalb zweckmäßig, in allen 
*) Zu beziehen durch die Verkaufsstelle der Studentenhilfe oder unmittelbar 
vom DATSCH Berlin W 35, Potsdamer Straße 119b. 
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