Volltext: Galvanismus und Elektrodynamik (4)

V. Elektrodynam. Maassbestimmungen, insbes. über elektrische Schwingungen. 151

Ströme angewendet werden dürfe. Hs hing dies von der Grösse
i — c*/[SrE10g Ha] ab; überall wo diese Grösse in Betracht kommt
und ihr Werth nicht verschwindet, findet das OHm’sche Gesetz entweder
gar keine oder nur eine approximative Anwendung. Diese Grösse 4
ist Art. 8, mit Rücksicht auf den Art. 6 noch nicht berücksichtigten
Einfluss, welche entferntere Theile der Kette darauf haben, genauer
bestimmt worden, nämlich 2 = c?/[4M"r@€], wo der für 2 log [!/a] in
Art. 6 gesetzte Werth MM” genau definirt und Art. 10 für einen Kreisförmigen
 Leiter bestimmt worden ist. Diese Grösse 1, oder, da der
Werth des Faktors c?/[4.M”] als bekannt betrachtet werden darf, die
Grösse des Produkts r&, erlangt dadurch, dass sie über die Anwendbarkeit
 des Omm’schen Gesetzes entscheidet, in der Lehre von der Bewegung
 der Elektricität in Leitern eine besondere Wichtigkeit, deren
Grund sich aus der physischen Bedeutung des Produkts r@ leicht erkennen
 lässt.
Die in der Längeneinheit des Leiters enthaltene positive Elektrieitätsmenge
 ist nämlich, in der nach elektrostatischem Gesetze festgesetzten
 Maasseinheit ausgedrückt, mit € bezeichnet und ihre Masse
in Milligrammen = [1/r] € gesetzt worden. Aus der Definition der
nach elektrostatischem Gesetze festgesetzten Maasseinheit (wonach nämlich
 diejenige Elektricitätsmenge zur Maasseinheit genommen wird, welche
auf eine gleiche in der Einheit der Entfernung nach elektrostatischem
Gesetze die Einheit der Kraft ausübt, d.i. eine Kraft, welche der Masse
eines Milligramms in der Zeiteinheit die Einheit der Geschwindigkeit
ertheilt) geht aber hervor, dass r® die Kraft ist, welche ein Milligramm
positiver oder negativer Elektrieität auf ein gleiches Milligramm Elektrieität
 in der Einheit der Entfernung ausübt. Hieraus folgt, dass das
Produkt r@& die Kraft bedeutet, welche die in der Längeneinheit des
Leiters enthaltene positive Elektricität, wenn sie in einem Punkte koncentrirt
 wäre, auf ein Milligramm positiver Elektricität in der Einheit
der Entfernung ausüben würde.
Durch die Art. 8 ff. gegebene Entwickelung der Bewegungsgesetze
der. Elektrieität in einem geschlossenen Leiter wird nun der Einfluss
dieser Grösse 2 oder des Produkts r€ näher bestimmt. Aus Art. 11
und 12 geht zunächst hervor, dass die Getze des Gleichgewichts und
der beharrlichen Ströme der Elektricität in Leitern ganz in Uebereinstimmung
 mit dem Omm’schen Gesetze sind, weil die Grösse 2} oder re
dabei gar nicht in Betracht kommt, während aus Art. 13 hervorgeht,
dass die Gesetze der Fortpflanzung, oder im Allgemeinen die Gesetze
aller nach Störung des Gleichgewichts eintretenden Bewegungsänderungen,
zunächst von den Werthen m» und & und dadurch mittelbar von 2 oder r€
wesentlich abhängig sind. Es folgt daraus, dass von der Grösse 2 oder

 
	        
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