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„Bei der Reiterkaserne in Stuttgart liegt Kalktuff auf Keupermergel und
an diesen ist eine bräunlich-rote lehmartige Mergelmasse angelagert, in welche
Suceinea oblonga, Helix hispida und Pupa muscorum eingeschlossen sind.“
Diese Aufschlüsse sind durch die jetzt beim Bahnhofumbau
stattfindenden hohen Auffüllungen ganz unzugänglich gemacht.
Der Löß wird sodann beschrieben und mit Rheintallöß verglichen,
wahrscheinlich unter dem Einfluß des bekannten Naturforschers
ALEXANDER BRAUN, der im Jahre vorher (1842) auf der
Naturforscherversammlung in Mainz über den Löß des Mittelrheingebiets
gesprochen und auf dessen Landschneckenfauna hingewiesen
hatte. (S. Vortrag von A. SAUER, Jahrbuch des Vereins für vaterländische
Naturkunde. Jahrgang LVII. 1901. S. CVII.) Zuletzt sei
auf WaLcHNERS Karte verwiesen, welche seiner Arbeit beigeheftet
ist, sowie auf das von ihm zu den Alluvialbildungen gerechnete
Profil, das er am untern Rosenstein fand und 1. c. S. 64—65 genau
schildert. Ebenso ist die über Diluvialtuff lagernde Torfschicht,
von der er l. c. S. 65—66 spricht, beachtenswert.
v.. Seyffer, Beschreibung des Diluviums im Tale von
Stuttgart und Cannstatt ist zwar im Jahre 1845 geschrieben, aber
sie beruht auf einer solchen Menge guter und sorgfältiger Beobachtungen,
daß sie für ihre Zeit als erschöpfende Bearbeitung gelten kann.
Sie ist aber auch modern zu nennen, denn von ganz wenigen Stellen
sowie von den Schlußbemerkungen abgesehen, ist keine Ansicht
darin ausgesprochen, die als unhaltbar aufgegeben werden müßte.
Die späteren Beobachtungen fügen sich alle bestens in die von v. SEYFFER
geschaffene und ausgesprochene Gliederung des Diluviums ein und
nur bezüglich seiner Auffassung des älteren Gebirges muß gesagt
werden, daß er die große tektonische Störung unseres Tals, die
verlängerte Schurwaldspalte noch nicht kannte — und nicht kennen
konnte.
Er gliedert Cannstatts Diluvium in 4 Hauptabteilungen:
1. „Sauerwasserkalk.‘‘
2. „Conglomerat von Neckargeschieben.‘“
3. „Gemenge von Keupermergel- und Sandsteinstöcken von
allen Nuancen, hie und da mit beigemengtem Sand und
Lehm,“ = sogen. „Stuttgarter Diluvium.‘
In die Diluviallehm- und Lettenstöcke, letztere meist mit
Torf, worunter er die Bildungen des Mammutlehms, außerdem
aber Löß und Lößlehm meint.