Volltext: ARCH+ : Studienhefte für architekturbezogene Umweltforschung und -planung (1969, Jg. 2, H. 5-8)

Auszüge aus dem Satzungsentwurf (Stand 13.12.1968): 
"Jeder Abteilungsangehörige kann an der Selbstverwaltung 
der Abteilung mitwirken. Er hat das Recht, von den 
satzungsmäßigen Organen gehört zu werden. Die satzungs- 
mäßigen Organe sind ihm zur Auskunft verpflichtet. 
Die Selbstverwaltung der Abteilung besteht aus der Voll- 
versammlung, den Arbeitsgruppen und dem Koordinations- 
ausschuß. 
Die Vollversammlung ist das oberste beschließende Crgan 
der Abteilung. 
Sie wählt in der ersten ordentlichen Sitzung jedes Semesters 
die Mitglieder der Arbeitsgruppen für die Dauer von 2 
Semestern. Die Wiederwahl ist möglich. 
Die Vollversammlung wählt den Koordinationsausschuß. 
Sie wählt aus den Mitgliedern des Koordinationsausschusses 
auch die Vertreter in den Akademischen Senat. 
Der Koordinationsausschuß beruft die Vollversammlung in 
der Regel 6 Werktage vor der Sitzung mit Angabe der 
Tagesordnung durch Aushang am Schwarzen Brett ein. 
Die Arbeitsgruppen formulieren die Forderungen der Abtei- 
Iung gegenüber den Hochschulorganen . 
Die Arbeitsgruppen gewährleisten die Information innerhalb 
der Abteilung. 
Die Arbeitsgruppen planen und organisieren Arbeitsweise 
und Veranstaltungen der Abteilung. 
Die Arbeitsgruppen halten Verbindung zu anderen fachbe- 
zogenen Organisationen. 
Die Arbeitsgruppen untersuchen die finanziellen Grundlagen 
der Abteilung. 
Die Arbeitsgruppen des entsprechenden Sachbereichs 
entsenden Deligierte in Organisationen, an denen die 
Abteilung interessiert ist. 
Der Koordinationsausschuß hat keine Entscheidungsbefug- 
nis in Sachfragen, für die die Arbeitsgruppen zuständig 
sind. 
Der Koordinationsausschuß beruft gemeinsame Sitzungen 
aller Arbeitsgruppen ein. 
Die Sitzungen sind öffentlich." 
Thomas Schröder 
GRUNDAUSBILDUNG DER ARCHITEKTEN AN DER 
TECHNISCHEN UNIVERSITÄT BERLIN, AUSSCHREIBUNG 
EINES LEHRAUFTRAGES 
Die Studenten des 1. Semesters an der Fakultät’ Architektur 
der TU Berlin haben für die Anwendung eines Arbeitsmodells, 
mit dem die ersten Semester der Ausbildung bis zum Vor- 
diplom bewältigt werden sollen, die Stelle eines wissen- 
schaftlichen Mitarbeiters (Lehrbeauftraagten) ausgeschrieben. 
der nach den Vorstellungen der Professoren auf den Gebieten 
"Baukonstruktion und Einführen in das Entwerfen" lehren 
soll. 
Der gesuchte Mitarbeiter erhält nach dem Beschluß der 
Professoren mit dem Status eines Lehrbeauftragten folgende 
Arbeitsvoraussetzungen: 
er ist in der Lehre frei, 
ihm wird für die von ihm vertretenen Fächer gemäß 8 4b 
der vorläufigen Rahmenordnung die Berechtigung zur 
Abnahme von Prüfungen erteilt, 
ihm werden die Finanz- und Sachmittel in dem zur Erfüllung 
seiner Aufgaben erforderlichen Umfang zur Verfügung 
gestellt. 
Die Studenten sehen auch für die Grundausbildung die 
Möglichkeit, projektbezogen zu arbeiten und schlagen für 
den Aufbau der Grundausbildung folgendes vor: 
"Das Arbeitsmodell sieht die Erarbeitung einer Methodik vor, 
mit der die Ausbildung des Architekten im Hinblick auf den 
Entwurf in die Form eines Prozesses überführt werden soll, 
der problemorientiert und projektbezogen die Erkenntnisse 
anderer Wissenschaften und die Realisierungsarten einbezieht. 
Eine solche mögliche Methodik steht im Widerspruch zur 
additiv und rein technologisch aufgebauten Ausbildung, 
wie sie uns vom zuständigen Lehrstuhl Bressler angeboten 
wird, wie wir sie ablehnten und wie wir sie nun - nachdem 
ergebnislose Diskussionen zur Lehrstuhlbesetzung führten - 
im Rahmen einer eigenen Ausbildungsgruppe verwirklichen 
möchten." 
Thomas Schröder 
AUS DER ARBEIT DER AKTION 507 
Nach Abschluß der Endabrechnung für die Ausstellung 
DIAGNOSEN während der Berliner Bauwochen 1968 be- 
arbeitet die Aktion 507 zur Zeit folgende Probleme: 
Projekt Rosa-Luxemburg-Denkmal 
Projekt "CDU-Kontakt" Berliner Flächennutzungsplan 
Wettbewerbsprobleme (BDA- Ausschuß) 
Berufsbild des Architekten (Kommentare zum Architekten- 
gesetz) 
Wettbewerb Museum Tiergarten 
Initiativen im Märkischen Viertel 
Verschiedene Rundfunk- und Fernsehsendungen 
In Zusammenarbeit mit dem Sender Freies Berlin wurde 
unter anderem eine 20 Minuten-Sendung über das Sanierungs- 
gebiet Schöneberg hergestellt, deren Absicht es war, 
offensichtliche Mißstände im Zusammenhang mit der 
Sanierung darzustellen, z.B. 
- Mieterhöhungen, 
- weite Arbeitswege, 
- Abbau der sozialen Funktion des Kleingewerbes, 
ARCH +2 (1969) H.5
	        

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