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hatten, sowie diejenigen, bei welchen die Beleuchtung der Klassenzimmer durch vor-
geschobene Gebäudeteile benachteiligt wurde. Bei einer weiteren Zahl von Entwürfen
war die Einteilung der Baufläche für den Schulbetrieb unzweckmäfsig oder die Ver-
bindung des Schulgebäudes mit den Turn- und Spielplätzen, sowie mit den Abort-
anlagen zu ungünstig und unbequem; bei anderen entbehrten die Eingänge, die Flure
und Treppen der nötigen Klarheit und Uebersichtlichkeit und der Möglichkeit einer
vollkommenen Beleuchtung und Lüftung in allen Teilen, Auch hatte mehrfach die
Anlage der zum Aufenthalt der Schüler bestimmten Korridore und Flure und der
Kleiderablagen keine genügende Berücksichtigung gefunden, Unter Beachtung aller
dieser Gesichtspunkte ergab sich bei einer ersten Sichtung, dass 81 Entwürfe den
mindestens zu stellenden Forderungen nach der einen oder anderen Richtung hin
nicht entsprachen. Bei den übrigen Entwürfen fanden sich zwar gleichfalls im ein-
zelnen mancherlei nicht zu billigende Anordnungen, doch standen solchen Mängeln
architektonische Schönheiten und zum Teil höchst verdienstvolle Anordnungen gegenüber.
Deshalb wurden diese 50 Entwürfe einer erneuten eingehenden Prüfung und Vergleichung
unterworfen und danach drei Klassen zugewiesen, und zwar der I. Klasse 24 Entwürfe, der
II. Klassea 15 Entwürfe, der III. Klasse 11 Entwürfe. Die letztgenannten 11 Entwürfe
kamen in die engste Wahl. Unter diesen wurde der Entwurf Motto „4“ durch das ein-
stimmige Urteil der Preisrichter für die beste Lösung der gestellten Aufgabe erklärt.
Es machte sich jedoch die Ueberzeugung geltend, dass dieselbe wegen einiger, wenn
auch weniger hervortretender Mängel als eine durchaus einwandfreie, des ersten Preises
würdige Lösung nicht angesehen werden könne, und es wurde deshalb beschlossen,
diesem Entwurf den zweiten Preis von 2000 M. zuzuerkennen. In der Erkenntnis,
dass die dem erstgenannten am nächsten stehenden Entwürfe in der Gesamtheit ihrer
Vorzüge und Schwächen einander die Wage halten dürften, wurde weiter beschlossen,
aus der für den ersten und dritten Preis angesetzten Summe vier gleiche Preise von
je 1000 M. zu bilden, welche ı. dem Entwurfe Motto: „93“, 2. dem Entwurfe
Motto: ‚,Finzs coronat opus‘, 3. dem Entwurfe Motto: „Nord-West“ (71) » 4. dem
Entwurfe Motto: ‚,Bonis Litteris sacrum“ zuerkannt worden sind
Hinsichtlich der prämiierten Entwürfe wurden folgende Gutachten vereinbart.
I. Entwurf Motto: „A“ zeigt bei höchst zweckmässiger Anordnung der Baufläche
eine schöne Gruppierung des in der Mitte gelegenen und gegen die Strasse etwas
zurückgeschobenen Klassenhauses mit dem Direktor-Wohnhause einerseits und der
Turnhalle andererseits. Diese drei Gebäude sind durch eine am Klassenhause
herlaufende Pfeiler- und Säulenhalle zu einem reizvollen Ganzen Zzusammenge-
schlossen. Die praktischen Bedürfnisse des Schulbetriebs sind in tadelloser Weise
erfüllt, Der Grundriss ist einfach und klar und zeigt geräumige und leicht zu
übersehende Vorhallen und Korridore. Als nicht ganz zureichend ist die Beleuch-
tung der grossen Halle an der Haupttreppe und deren Verbindung mit dem Seiten-
korridor angesehen worden. Doch würde sich die Beleuchtung. im Erdgeschoss
durch Verlegung der Räume für Pedell und Heizer verbessern lassen. Weniger
günstig ist auch die ungleichmäfsige Beleuchtung der Haupttreppe, welche im
Zusammenhang mit dem bezeichneten Mangel der Verbindung von Halle und
Korridor auf eine Verschiebung der Haupttreppe hinweist, Die Wohnung für
Direktor und Pedell ist schön und praktisch geplant und zählt zu den besten
„Öösungen des Wettbewerbes.
2. Dem Entwurfe steht No. 58 mit dem Motto „93“ am nächsten, Die Einteilung
der Baufläche ist klar und zweckmäfsig, wenn auch die Abmessungen des Spiel-
und Turnplatzes nicht ganz den Bedürfnissen entsprechen und der Zugang zu
diesen Plätzen vom Klassenhause aus etwas unbequem ist. Die Lage der Lehrer-
aborte ist programmwidrig. Als ein grosser Vorzug ist es dagegen anzusehen,
dass das Klassengebäude besonders weit von der Nachbargrenze zurückgeschoben
ist, so dass eine vortreffliche Beleuchtung der Klassenzimmer gewährleistet wird,
Nicht vorteilhaft ist die Anlage des Klassenhauses in vier Geschossen; indessen
fällt dieser Umstand weniger ins Gewicht, weil in das oberste Geschoss nur solche
Räume verlegt sind, die seltener benutzt werden. Korridore und Vorplätze sind
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