Volltext : ARCH+ : Studienhefte für Planungspraxis und Planungstheorie (ab H. 28: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen) (1975, Jg. 7, H. 25-28)

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Initiativen

presse einen mehr oder minder verdrehten publizistischen Niederschlag.
 In Fachzeitschriften — auch linken — werden sie meist nur in
ihrer Summe pauschal Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung
oder politischer Wertung. Ein organisierter Erfahrungsaustausch über
solche Medien ist daher schon auf kommunaler, erst recht aber auf
überlokaler Ebene behindert.
Dem zu begegnen, ist — auf der lokalen Ebene — eines der Ziele
der v.a. in Nordrhein-Westfalen entstandenen „Volksblätter” — bei
denen übrigens auch Architekten und Planer, deren Sachverstand
hier äußerst hilfreich sein kann, mitarbeiten.
ARCH+ kann zwar gewiß nicht ein Medium überlokalen Erfahrungsaustauschs
 zwischen solchen Gruppen sein. Mit der neuen Rubrik
 INITIATIVEN UND DOKUMENTE soll aber versucht werden.
einem geographisch breiteren, interessierten Leserkreis Argumente,
Aktionen, Projekte solcher Gruppen, wo sie Problemfälle exemplarischen
 Charakters aufgreifen, in Selbstzeugnissen zugänglich zu
machen.
Wir beginnen die Rubrik mit dem Nachdruck zweier Artikel aus
dem Kölner Volksblatt.

und

dokumenite

INITIATIVEN UND DOKUMENTE soll zu einer ständigen Rubrik in
ARCH+ werden. Die Vielzahl lokaler Arbeitsansätze und Aktivitäten
basisdemokratischer und gewerkschaftlicher Gruppen, welche gegen
die Gewalttätigkeiten der herrschenden (Un-Jordnung städtischer Entwicklung
 antreten, findet normalerweise günstigstenfalls in der Lokal-7Alnar



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Nr. 7-8 Juli-Aug.1975

Bürgerinitiativen informieren

75 Pfennig

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Stadtautobahn:

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Den Grüngürtel enger schnallen
Stadtverwaltung will quer durch Köln Asphaltpisten

ko

i A f
Wie es beim Arbeitsamt
ws
plötzlich ganz schnell
gehen kann
Daß Behörden langsam sind, weif
jeder. Das Arbeitsamt macht da
keine Ausnahme, Im Februar meldete
 sich der Arbeiter Helge H.
im Kölner Arbeitsamt arbeitslos.
Die Beschaffung der Arbeitsnachweise
 dauerte einige Zeit. Schließ
lich sollte er bis zur zweiten Maihälfte
 Bescheid und Geld erhalten,
Nichts kam. Stattdessen wurde er
mehrmals abgewimmelt.
Am 2, Juni ging Herr H, wieder
einmal zum Arbeitsamt, diesmal
aber nicht allein, sondern in Begleitung
 von Jugendlichen und Mitarbeitern
 im SSK, Seine Möbel
brachte er gleich mit - besser im
Arbeitsamt schlafen als unter einer
Rheinbrücke,
Nun sollte der Antrag, auf Vorschlag
 des Verwaltungsdirektors,
sofort bearbeitet werden, Herr H,
durfte zwei SSK-Mitarbeiter zu
der Besprechung seines "Falls"
mitnehmen, "Aber nehmen Sie nicht
die dümmsten", riet ihm einer der
Polizisten, die man aufgeregt alarmiert
 hatte,
“nis: Herr H, erhielt 900 DM
"ne und kurze Zeit späv
 ihm weitere
+ Die erste
= wurde

Politiker haben sie tausendmal
totgesagt - die Stadtverwaltung
arbeitet sie unter Ausschluß der
Öffentlichkeit weiter aus: die Pläne
für eine neue Stadtautobahn, Linksrheinisch
 soll es von der Zoobrückı
im Norden bis zu einer neuen Rhein
brücke zwischen Bayenthal und
Poll einen Autobahnring geben, mit
Anschluß an die Bonner Autobahn
im Süden, Damit soll der Durchgangsverkehr
 aus der Innenstadt
herausgehalten werden, aller Voraussicht
 nach wird aber noch mehr
Verkehr in die Innenstadt hereinge:
zogen,
Während die Autobahn im Innenstadtkonzept
 nur vage beschrieben
ist, wird sie in die konkreten Bau-Planungen
 an der Universität und
am Gelände der Köln Bonner Eisen
bahnen gegenüber dem Uni-Center
bereits mit einbezogen, Die Bevölkerung
 indes soll vor vollendete
Tatsachen gestellt werden. Auch
wenn erst nächstes Jahr mit dem
Ausbau in Nippes und 1978 mit den
Bau der Autobahnbrücke im Süden
begonnen wird, wollen wir die Be
troffenen, deren Häuser planiert
und deren Erholungsgebiete zerstört
 werden. rechtzeitig informieren


® eo
Am 11. Juli macht der Stadtrat die Bahn um 50% teureı
se um etwa 50 % erhöhen, Den Einzelfahrschein
 von 1,- auf 1,50 DM
und eine zusätzliche versteckte
Preiserhöhung soll durch eine
Einteilung des Nahverkehrssystems
in Zonen erreicht werden,
7” P aktir--schluß Ende Juni
Hin Dr fe

U
SSK-Haus
In der Nacht zum 26. Juni sind
in der Overbeckstr, Möbelhalle
und Wohnhaus des SSK abgebrann!
Obwohl konkrete Hinweise für
Brandstiftung sprechen, stellte
die Polizei die Ermittlungen ein
angeblich wars "Fahrlässigkeit"
Der SSK will in Ehrenfeld bleiben,
 Er braucht jetzt Hilfe: C 77
Möbel, Aufträge: Tel, ?”
DD

HS SKRN!
Am 28. Juni wurde im Hindenburgpark
 der Bauspielplatz von
Bürgerinitiativen wieder aufgemacht,
 Die Stadt mußte sich
jetzt der Aktivität der Initiativen
beugen: Zuschüsse sind zugesagt
und ab August Baumaßnahmen vorsehen,
 Für.alle Kinder und El-:Ab
 1. Juli täglich ab 14 Uhr
“indenburgpark !
PN
            
Waiting...

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