Volltext : ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1983, Jg. 15, H. 67, 68, [69/70], 71, 72)

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Das Land und unsere Aufgabe

Lothringen, das Mittelland, hat, durch Kriege und Zerstörungen
ausgeblutet, gleichsam abseits der Stilfolgen und Rennaissancen,
welche unsere engere Heimat formten, gestanden. Dafür hat es die
zeitlose Urform des Bauens in Stein wie kein anderes Land lebendig
bewahrt.
Diese gilt es, für uns zu entdecken, zu schützen und als ein kostbares
Vermächtnis eigener Anfänge weiterzuentwickeln.

Das Volk erfaßt im Bild
seine glorreiche Geschichte:
Kunigunde, eine Tochter des
Landes neben ihrem Gemahl
Kaiser Heinrich der Zweite
auf einem Wegekreuz
in Evringen.

Der Stein

Bruchstein

Ein Steinhaupt schaut aus
grauer Vorzeit vom Turm der
Usselskirch das Lothringerland
und sein wechselvolles, für
Deutschland und Europa so
bedeutsames Schicksal.

Ein Volk baut sich sein Haus aus Felsgestein. Überall im Lande findet
man den gelb-grauen Sandstein. Fast jedes Dorf hat seinen Bruch.
Nicht nur die vielen Burgen des Landes und die wehrhaften Schlösser
und Herrensitze sind aus Stein errichtet. Jedes Haus, jeder Stall und
jede Scheune zeigt das gleiche Gesicht. Ja, jeder Garten ist ummauert,,
als suchte dieses Volk hinter seinen Häusern Schutz.
Unendlich viel der Gemäuer ist durch Kriege zerstört oder verfallen.
Der Bruchstein wurde in früheren Zeiten meist nur mit Lehm und Sand,
manchmal mit etwas beigemischtem Kalk locker verbunden. Zerfällt
eine solche Mauer, so wird sie wieder zu einem Stück Natur. „Wir
bauen nicht so feste, wir sind ja hier nur Gäste“ - vielleicht ist dieses
Wort eine Erklärung, daß in Lothringen verfallende Bauten so wenig
traurig stimmen.

Rodemachern
            
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