Volltext: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1983, Jg. 15, H. 67, 68, [69/70], 71, 72)

Der Pfeiler trägt 
die Pfette, 
die Pfette trägt 
den Sparren, 
der Sparren 
wiederum die 
Lattung und den 
Dachziegel. 
Das klare Gefüge 
gegenseitigen 
Dienstes erhebt 
einen jeden Teil 
in seine natürliche 
Besonderheit. 
Der Boden 
DURCHLAUFENO 
DM FF 
DACH LATTE 
Steinplattenfußboden ist seit alters behauen, machmal auch oberseitig 
geschliffen oder unbehauen mit unregelmäßiger Fuge verlegt worden. 
Leider trifft man die unbehauenen Platte heute als Wegbelag fast nur 
noch in städtischen Modegärten. Auf dem Lande hat der Terrazzo- 
oder der einfache Betonfußboden wegen seiner größeren Glätte, welche 
der Hausfrau das Sauberhalten erleichtert, die Natursteinplatte weit- 
gehend verdrängt. . 
Der billige Betonfußboden wird meist verwandt. Allerdings bleibt er 
nicht immer so schön glatt wie nach der Herstellung. Infolge schlechten 
Untergrundes oder durch Witterungseinflüsse entstehen Risse, der 
Boden zerbröckelt und wird unansehnlich. Die Rillen, die zur Vor- 
täuschung eines Plattenbodens der Maurer in den noch weichen Beton 
einritzt, schützen natürlich keineswegs. Da ist es schon besser, einen 
Fußboden aus wirklichen Betonplatten herzustellen. Durch schräges 
Auftrennen einer Dachlatte erhält man zwei konische Leisten, welche 
dazu dienen, einen Plattenboden am Ort selbst herzustellen. Aus den 
Leisten wird auf dem Boden, welcher den Belag erhalten soll, in einem 
abgeglätteten Sandbett ein Raster aus etwa 0,50 bis 1,50 Meter großen 
Quadraten gebildet. Die Latten laufen in einer Richtung durch, in der 
anderen Richtung werden sie in der gewünschten Größe der Quadratur 
zwischengeschnitten. Infolge ihres konischen Querschnittes lassen sich 
die Leisten nach dem Abbinden des Betons herausnehmen. Die Deh- 
nungsfugen vergießt man zweckmäßig mit schwarzem Gudrun. Sie er- 
geben ein schönes Fugennetz im grauen Beton, der durch diese Behand- 
lung gleichsam zu einem edlen Material erhoben wird. 
Dieser 
Steinfußboden ist 
mehr als 100 Jahre 
alt. Nach weiteren 
100 Jahren wird er 
nicht schlechter, 
sondern noch besser 
geworden sein 
JL 
NMATURSTE! 
re 
J 
/ 
4 
/ 
% 
V 
n /
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.