Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1984, Jg. 17, H. 73-78)

.. .. dünstungen und radioaktive Strah- 
Erdhügelhäuser nen 
. nn 10) Verbesserung der Behaglichkeit 
d U t t des Wohnklimas durch Installa- 
er MVvVersi a tion von Strahlungsheizungen und 
e Schaffung von hohen Innenwand- 
Hohenheim oberflächentemperaturen (durch 
wärmespeichernde Baustoffe mit ge- 
ringer Wärmeleitfähigkeit und Erhö- 
© < hung der Wärmedämmung in der 
Das bauökologische Außenschicht). Dadurch ist eine 
Konzept Absenkung der Raumlufttemperatur 
um ca. 2 Grad möglich, die wieder- 
um eine Energieeinsparung von ca 
10 % bewirkt. 
$ 11) Kosteneinsparung durch Ver- 
Z meidung von beweglichen Fen- 
£ stern mit Mehrfachfunktion und 2/3 
Das Ziel dieses Wohnheimprojektes 8 Festverglasung, nr 
ist es, durch ein klimagerechtes, 8 12) Energieeinsparung durch tieflie- 
znergiesparendes Gebäudekonzept, Scl Eee REN, m 
Jurch die Begrünung von Dächern Ch apZM men (c adurch Schaffung 
und Fassaden und durch die Ausbil: einer Warmluftglocke im oberen Be- 
dung einer Erdabdeckung als natür- Bauherr: N.Kaiser /Düsseldorf N aM an TE 
ıichen Schutz gegen Kälte und Wind, Pjanung: Dr.Ing. H. Schmittges, Sy Pe aleeinen WII N AV 
ein ökologisch-orientiertes gesundes M. Wächter, E. Ludwig, 3) Energieeinsparung AU 
Wohnen einem extrem niedrigen H.Raschdorf (Mitarbeiter) ‚ meidung von Fenstertlächen, 
Heizungsenergieverbrauch zu er“ Möchengladbach die nach Norden, Osten und Westen 
möglichen. Konstruktion: Lüer + Meier / Kassel gerichtet En ı den Su „Off 
Um diese Ziele zu erreichen. wer-VEnergiekonzept: Dr. Stein / Bonn der Südost N eican en, udwWeESIEN 
den folgende Einzelmaßnahmen se- Un ökotor. Konzept: ProfDr.Iı DESr DUAOSIEN WEISCN. . 
Iroffen: g. Konzept: Prof.Dr.Ing. 14) Energieeinsparung durch hohe 
G. Minke/ Kassel Wärmedämmung von Wand- 
|) Vollständige Vermeidung von und Dachkonstruktionen (k-Werte 
versiegelten Flächen für Zufahr- für die Wände ca. 0,5, für die Dä- 
ien, Parkplätze und Wege, Folge: cher ca. 0,3 W/m“ K). 
Kosteneinsparung bei den baulichen produktion (eine solche „Dachwie- 6) Passive Sonnenenergienutzung 15) Energieeinsparung durch Wär- 
Maßnahmen; niedrigere Gebühren, ;e” hat 20mal so viel grüne Blatt- durch Orientierung der Bebau- merückgewinnung bei allen Ent- 
da auf diesen Flächen kein Nieder- berfläche wie eine gleichgroße Flä- ung zur Sonne, Schaffung von ver- lüftungsanlagen (Küche, Bad, Ge- 
schlagswasser anfällt, das in die Ka- he eines öffentlichen Parks mit ge- schattungsfreien Südfassaden und _meinschaftsraum). 
nalisation geführt werden muß. mähtem Rasen). Minimaler Anfall ausreichender thermischer Speicher- 16) Kosten- und Energieeinsparung 
2) Einsparung des Regenwasserka- von Regenwasser, da das Grasdach masse ın den Räumen. durch wirtschaftliche Heizsyste- 
nalanschlusses durch Wasserspei- den durchschnittlichen Niederschlag 7) Schaffung von sommerlichem me mit überwiegender Strahlungs- 
:herung in Vegetationssystemen und von einem Monat speichert. Wärmeschutz durch konstruktive funktion. 
Nutzung von Teichen als Regenauff- 1) Schaffung von Windschutzpflan- Maßnahmen und ausgewählte Klet- 17) Verringerung des Müllanfalls 
ıngbecken. zungen und Fassadenbegrünun- terpflanzen. auf 50 % durch getrennte Müll- 
3) Ausbildung sämtlicher Dachflä- gen am Haus, um den Wärmeverlust 8) Minimale Umweltbelastung sammlung und -verwertung (organi- 
chen als Wildgräserwiesen. Vor- des Hauses durch Luftbewegung we- durch das Heizungssystem (um- sche Abfälle, Papier, Glas, sonstige 
;eile: Kein Pflegeaufwand, Einspa- sentlich zu reduzieren. weltfreundliche Gasheizung, es wird Abfälle). 
ung von Baukosten, geringerer 5) Reduktion des Transmissions- keine Elektrizität für Heizzwecke 18) Schaffung von Anbauflächen für 
Energieverlust während der Heizpe- wärmeverlustes Gebäudes durch verwendet). Kräuter, Gemüse und Obst 
ode, Kühlung im Sommer, Reini- Erdanschüttung im Norden. Osten 9} Verwendung von Baustoffen oh- („Teilversorgergärten”). 
zung der Luft. erhöhte Sauerstoff und Westen ne gesundheitsgefährdende Aus- (Gernot Minke 
Klosteranlage 
Heiligkreuztal 
Die Stefanusgesellschaft hat die ehe- 
malige Klosteranlage einschl. der ge- 
samten Ökonomie und den 1,9 km 
Klostermauern im ruinösen, teils 
fragmentarischen Zustand übernom- 
men und versucht seit 10 Jahren, die- 
se Anlage in Abschnitten als Ta- 
gungsstätte auszubauen. Zur Zeit 
wird der größte Bauabschnitt, die 
Schließung der Baulücke zwischen 
Abtissinnengebäude und Klausur 
‘vor 150 Jahren herausgebrochen) 
sowie Aufsetzen des Daches einschl. 
Stufengibel auf dem Abtissinnenge- 
bäude (gleichfalls vor 150 Jahren ab- 
gebrochen), abgeschlossen. 
Johannes Manderscheid
	        

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