Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1984, Jg. 17, H. 73-78)

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Der Platz bezieht seine individuelle 
Atmosphäre durch eine weiträumige ( ) t It hi 
Öffnung nach Süden, zum Horizont. mgeCSs a un SVOFrSC a 
Er bezieht seine Ausstrahlung nur 
wenig durch die ihn mECDERdEN ® 
Gebäude. Im Süden der Platzöff- 
nung liegt etwa neun Meter tiefer ein j lace de la Bastilile 
in seiner Gestaltung nur unbefriedi- 
gend auf den Platzraum hin ausge- 
richtetes Hafenbecken 
Die Korrespondenz des Platzes 
mit dem Hafenbecken ist durch den Zustand 
harten Niveausprung und durch eine 
offen an der Kante liegende, abge- 
zäunte U-Bahn-Trasse blackiert 
La Place de la Bastille mit der Säu- 
je im Zentrum, die an den Beginn 
der französischen Revolution und 
die Erstürmung der Bastille erin- 
nert, macht es einem heute durch die 
Hektik des Verkehrs fast unmöglich, 
an die Bedeutung dieses Ereignisses 
zurückzudenken und an neue positi- 
ve Ereignisse gedanklich anzuknüp- 
fen. Seine Beschaulichkeit ist dar- 
aufhin verloren. Der südliche Platz- 
teil liegt heute, durch den Verkehr 
von der übrigen Stadt abgeschnitten, 
brach. La Place de la Bastille kann 
deshalb nur schwer erobert werden 
und im übergeordneten Sinne nutz- 
5ar gemacht werden 
Wir geben zur Überlegung, an die 
tieferliegende U-Bahn-Trasse platz- 
eben bis an die Hafenkante reichend 
abzudecken und diese Kante auf 
ganzer Breite durch eine flachge- 
neigte steinerne Treppenanlage mit 
dem Wasserspiegel zu verbinden. 
Und wir schlagen vor, das Hafen- 
becken in seiner Form axial auf die TE 
Säule auszurichten, um dem Besu- ntwurf 
Cher dieses Ortes die Begegnung mit 
dem Platzraum und den Menschen 
neu zu ermöglichen 
Am höchstliegenden Wasserstand 
sollte beidseitig eine sechs Meter 
breite Hafenpromenade angelegt 
werden. Die Promenaden flankie- 
rend stehen parallel langgestreckt 
Gebäude. Diese Häuser verstehen 
sich als Hafenkulisse mit Lager- und 
Werkstatträumen am Wasser. Das © 
Dach dieser Bauwerke sind zwei das 
Hafenbecken begleitende Terrassen- 
straßen, die von den Verkehrsstra- 
ßen SP werden. Sie 
bilden eine Ebene, die dem Auge 
des Besuchers den Zugang zum Was- 
ser näher bringt als zuvor. Wir erhof- 
fen uns durch die Umgestaltung die- 
ser Platzanlage, dem Bewohner und 
Besucher dieses Ortes die Voraus- 
setzung für eine gedankenteichere 
Empfindunsemöäslichkeit zu geben. 
Andreas Brandt, Yadegar Asisi, 
Rudoloh Böttcher
	        

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