Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1984, Jg. 17, H. 73-78)

3. Avenue oft the Americas, funktionalistisch 
4, IBM - Bamboo —-Garden 
5. American Telegraph an Telephone — ATT — Headquarter, neu 
block besetzte und so zum Ausgleich für haupt fällt auf, daß trotz des raschen 
das enteignete Stück New Yorker Him- Wandels und dem Abfahren auf ’Glitzer- 
mels zu ebener Erde für Mann und Frau styling’ barocke bis klassische Formen 
der Straße ein Museum anbot, das sich und Decors gepflegt und neubelebt 
sogar a und ansehen lassen kann. werden. Die öde Strenge der Moderne 
Aufgeklärt-moderne Ausstellungen für wird derzeit aufgelöst in neoklassische 
ein ebensolches Publikum - die ’Ent- Formensprache - wie am gerade fertigen 
schädigung’ funktioniert. AT+T-Headquarter - oder in geometri- 
Schräg gegenüber hat Mister Donald 
Trump ein schäbiges Stufenhaus in ein 
glitzerndes Grand Hyatts Hotel ver- 
wandelt, mit einem klimatisierten Foyer 
aus Samtteppich, Marmor, Palmen und 
Wasserfall, das keinem Besucher Zugang 
verwehrt, es sei denn, er ist nicht gerne 
gesehen. Gerade wenn man aus der 
benachbarten Grand Central Terminal 
Halle” hier hineingerät, fällt auf, daß 
dieses ’offene’ Hotelfoyer keine öffent- 
lichen Funktionen mehr übernimmt, es 
sei denn, man gehörte zu den auserlese- 
nen Teilhabern dieses gerade erst ange- 
fangenen neufeudalen Lebensstils. Über- 
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sche Luxus-Spielereien an spiegelnden 
Außenfassaden und in aufwendigen 
Atrien, dem neuesten Schrei der New 
Yorker Hochhausmode. So zu besichti- 
gen im cool gestalteten und schwül 
temperierten Bambusgarten von IBM, 
der Galleria von AT+T oder im Mekka 
der neobarocken Geschmacklosigkeit: 
dem Atrium des 125 Millionen Dollar 
schweren Trump Tower mit gold- 
braunem Marmor, kupfernen Spiegeln 
und goldmessing-umrandeten Rolltrep- 
pen und Wandelgängen über sechs 
Geschosse hinweg, in denen sich die 
teuersten Geschäfte dieser Erde einge- 
mietet haben. Mister Trump - 37 Jahre 
alt und, wie er sagt, einer der wenigen, die 
aus dem Schatten ihrer Väter heraus- 
getreten sind - setzt sich im Eingangs- 
foyer auf eins seiner beiden wuchtigen T- 
Embleme aus Goldmessing für Fotogra- 
fen in Pose, während seine Lady dem 
interessierten Medienvolk das Geheim- 
nis des kupferfarbenen Steinwayflügels 
und der Beefeater am Eingangsportal 
- verrät. Manhattan ’Hightown’ Stil 2000 
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