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ZGGELÄFTTUNG
schistische Partei eingetreten ist, in den Vitrinen aufgeschlagenen Ti- kann dagegen eine andere Ausstel- @ Selbsthilfeprojekte werden bei
auch wenn er von dem Ssozialisti- telblätter von philosophischen Tex- lung verzeichnen, die nicht im IBA- der Mittelvergabe benachteiligt.
schen Architekturkritiker Bruno ten? Noch weniger als die Philoso- Programmheft steht: „Berlin um ® Durch ein Rundschreiben vom
Zevi als architektonischer Quasi- phie ist die Vermittlung von Philoso- 900” in der Akademie der Künste, Juni werden die Sanierungsträger
Antifaschist gefeiert wird? Die phie und Architektur inszeniert. Ist eine Veranstaltung der Berliner angewiesen, die Mieten in ihren
Zeichnung spricht nur zu dem, der es denn möglich, daß z. B. die inten- Festwochen 1984 (verantwortlich Häusern durch die ‚erstmalige
die Produktionsverhältnisse der sive Beziehung zwischen Wittgen- J.Frecot, H. Geisert, E. Roters), istdie Anwendung der Ertragsberech-Zeichnung
kennt. Die Idee enthüllt stein und Loos in der Ausstellung eigentliche Konkurrenz zur gesam- nungsverordnung zu erhöhen - zusich
nicht durch Strich und Farbe. nur dadurch zu ahnen ist, daß in ten IBA-Show, eine Konkurrenz, die nächst um ca. 20% (später wohl bis
Die Ausstellung will Een einer Vitrine neben andere Bücher ungleich bessere EEE NSCH zu 60%)
Ideen an sich präsentieren, sondern auch ein Buch von Wittgensteinund hatte und geschickt durch die flexi- ; . N
auch eine neue Ordnung dieser ein Buch von Loos Dlest wird? ble Kulturpolitik des CDU-Kultur- Diese konzentrierten Angriffe, be-Ideen.
Vorgeschlagen wird eine gan- Trotz aller Kritik — die Ausstel- senators Hassemer vereinnahmt gleitet von getehre ‚Man
ze Palette von -ismen: Architektur lung ist, um mit Lampugnani zu wurde. Berlin um 1900 ist auch eine MUsse wieder zu me di ISSN
und Traditionalismus, Architektur sprechen, ein „Kunstgenuß”. Sie ist Ausstellung für Architekten und übergehen, Een je Ansätze
und Rationalismus, und Realismus, viel anregender als die Ausstellung Planer: Sehr interessant der Stadt- iner behutsamen en An
und Historismus, und Romantik, ‚Die Revision der Moderne” im _ spaziergang anhand von Berlinpho- 1m Gebiet Die IBA nr SICH:
und Expressionismus, und Organik, Deutschen Architekturmuseum in tographien von Waldemar Titzen- Hardt-Waltherr Eee ba u
und Klassik, und Technizismus. Frankfurt, sie ist ein wahres Laby- thaler, hervorragend die Plänaufpe- WO er kann die O un ie
Dieses System - so der eingelöste rinth von Architekturzeichnungen, _reitung zum Thema Terrainspekula- EEE wen N telicd De
Anspruch - bricht mit der Legitima- aber auch Modellen, Gemälden, tion, beeindruckend die Dokumen- Cinem Brief an die ME IE ah er
tionsgeschichte des architektoni- Graphiken u. a., dessen Ordnungs- tation des neuen Verkehrsmittels Fraktionen des DES a die sb
schen Rationalismus, und dieser schemata in der Ausstellung eine (U-Bahn), das ganze garniert mit S°S (diesem Brief sind auc sn). In
Bruch wird als Befreiung verstan- wohltuend untergeordnete Rolle stadtbezogenen Gemälden von 8° OR NONE TE Dark n
den, als Befreiung von „einer deter- spielen. Allerdings ist sie eine elitäre Skarbina und anderen. Doch dies ist Kreuzberg sc N AuC I ra von
ministischen Auffassung von Archi- Ausstellung. Ihr bewußter Verzicht nur ein winziger Teil dieser Ausstel- !Mitiative SO 36 dm a AUS“
tekturhistorie als Sediment von Ge- auf „vertiefende Information und di- lung, und hier liegt auch ein Pro- Stellungen ist diese pra en
sellschaft”. Architektur als Idee wird daktische Anregung” schließt den blem: Fast 2000 Exponate - fast Wende in a }-vom
Ballast des Gesellschaftlichen wenig Informierten von vorne. alles Originale - zu den Themen ik zu WEB ESEL | n or O1
befreit, als ob dieses das wirkliche herein aus. Medizin, Naturwissenschaften. tiert ist der Vorgang in der Vor-Ort-Standbein
der rationalistisch inspi- Industrie, Großbanken, Möbel, ‘Ausstellung in der Oranienstr. 190.
rierten Baugeschichte gewesen wä- Potente Konkurrenz: Ausstellung Mode, Malerei, Literatur, Rudolf Aber gerade diese Ausstellung EN
re! „Berlin um 1900” Steiner, Außenseiterszene, Sozial- %uch Ziel einer aktion. Die Tı TE
Dergleichen erleichtert, ist die demokratie, Angestelltenwelt usw. Chen Zerstörungsaktion. ut en
Auswahl scheinbar nur mehr ein Mitdiesen ganzen Ausstellungen ist usw. bleiben unverdaulich - ein CTung vor Ort N EC zu
Problem der Qualität, der „intellek- zwar der Besucher, nicht aber das First-Class-Menu mit 50 Gängen, SPüren, Sc Et Sich - ach 1ESEM
tuellen, künstlerischen und poeti- Angebot erschöpfl. Und das ist wo man höllisch aufpassen muß, Fall za HOSE rer
schen Qualität”. Hat die Ausstel- schade. Im Rahmen der IBA-Show ohne Magenverstimmung davonzu- Den EEE. Ted ee
lung die kritisierte Parteilichkeitund ist neben der Ausstellung „Friedrich kommen. Berlin um 1900? Ich den- ch » der Ar tell St} d ut ni
Polemik eines Sigfried Giedion Gilly”im Berlinmuseum, einertradi- ke, das Thema weckt auch vielleicht CET x USSIS UN Ca a5
wirklich überwunden? Sicher - die tionellen Personenkultausstellung falsche Assoziationen. Nicht der VETBSSSCH: fen 2 et
Polemik ist ’raus. Der Rückgriff auf ohne historischen Kontext (das normale Alltag dieser Jahre, die Tri- EEE zbe SEC % Rn N Zakunlt
entproblematisierende akademi- ursprüngliche Vorhaben, sozusagen Vialliteratur, die Wohnungsnot, die 94% SI6UZ al st. sh A Ch hie
sche Schubladensysteme (über die eine Ausstellung „Berlin um 1800” Ausbeutung in der Fabrik, die Spe- 4lles andere der nb AUCH NIEH
Lampugnani selbst nicht ganz glück- zu machen, mußte aufgegeben wer. Kkulationsarchitektur, der Klassen- Wird an der Wende gearbeitet.
lich ist) ermöglicht eine nivellie- den) vor allem noch eine Ausstel. kampf, der deutsche Militarismus,
rende Präsentation: Hätte docheine lung hervorzuheben: „Andernorts - die Kultur der Junker usw. wird ge- ;
Gliederung nach Gesichtspunkten Aspekte städtischen Wohnens in Af- zeigt, sondern neueste Strömungen Informat IOnsfragmente.
wie Architektur und Faschismus rika, Asien und Lateinamerika” in im und am Rande dieses Alltags, vor Wer den Schluß des .
(nicht: faschistische Architektur) - der Hochschule der Künste (verant- allem die Kulturfacetten des Re- herbstes noch Srleben ge a
zweifellos ein Thema für Lampu- wortlich: R. W. Ernst, Visualisierung: formbürgertums Sich unbedingt das OS U
gnani, Architektur und Zerstörung, [. Thürmer). Diese Ausstellung, Ausstellungen, KONeresse An TS
Architektur und Herrschaft, viel- die das Problem der Urbanisierung Hinter der Show: Schläge für die sien” besorgen (Tel. 030/78 SS AN
leicht sogar Architektur und Schi- inder3. Welt, einen „Einblickinden behutsame Stadterneuerung bzw. 030/2 50 81), um alle Daten eizophrenie
(Theorie und Praxis der DQuartiersalltag” am Beispiel von nigermaßen in den Griff zu bekom-)
Architektur) jenseits unparteiischer vier Städten (Aleppo, Banjul, Salva- Jenseits des Ausstellungsrummels eE Das ganze Spektakel läuft zeit-Ideenspähren
ungeliebte Zündfun- dor und Surabaya) und eine kleine Und unbemerkt von den meisten Stellung Zt SO wird z. B. die Ausken
versprüht! Und die Parteilich- Geschichte deutscher Vorurteile Besuchern ist der CDU-Senat dabei, Neue Porz Operatives Bauen _
keit? Sie ist natürlich wieder da. Wo über orientalische Städte in über- die Arbeit der Stadterneuerungs- von Architekt, 1 Tan sammenarbeit
bleibt Speer, an dessen partieller Re- zeugender Form thematisiert, ist IBA kaputt zu machen Nutzer” erst am An nerker und
habilitation doch L. Krier, M. Culot von der Presse völlig zu Unrecht @ Das bisher erfolgreichste Pro- Ausstellung „Die Zuk Ol A
und andere gearbeitet haben? Wo kaum beachtet worden. Städte in der gramm der behutsamen Stadter- tropolen - Das Beispiel Be ED
bleiben die „Großen” der 60er Jahre 3. Welt - eine Sache nur für Exoten? neuerung im Sanierungsgebiet um 20. 10. eröffnet (Redaktionsschluß
wie etwa Düttmann? Natürlich - sie Ursprünglich war geplant, auch die- das Kottbusser Tor (das aus Mitteln dieses Berichts: 27. 9.). Aus der Vielpassen
nicht in diese edie Halle von se Ausstellung im Martin-Gropius- der Wohnungsbaukreditanstalt und El der sonstigen Veranstaltungen
Mies van der Rohe. , Bau zu zeigen, um der Gefahr einer des Städtebauförderungsgesetzes kreis Some Aürlich auf den Werk.
Architektur und Philosophie -m. Ausgrenzung vorzubeugen. Der gespeiste „Kombi”-Programm) ist rung = Vom truerte Stadterneue.
E. ist die Philosophie noch bei wei- durch den Zwang der Ereignisse im entgegen vorheriger Zusagen für Ärgernis” © ran mit einem
tem weniger präsent als die Idee der Vorfeld notwendig gewordene Kreuzberg im Juli halbiert worden: Tel. 030/2 082 72/08 Anmeldung!
Architektur. Oder sind vielleicht Rückzug in die HdK hat sicher mehr unmittelbar betroffen sind 200 Kongreß Demokrati D und den
einige aufgeblasene Sprüche von Platz.geschaffen, aber weniger Pu- Wohnungen (21. 11.24. 11. im le As Bauhem
Schriftstellern, Dichtern und ande- blikum gebracht. ® Im Strategiegebiet” SO 36 kann Bau) verwiesen. Zu aa an
ren Denkern die Idee der Philoso- Ein breites Echo in der Presse und durch eine „Streckung” der För- Stellungen gibt es Katalore (Ar
phie (Hegel als Dreizeiler)? Oderdie einen gewaltigen Besucherandrang derung nicht einmal die Hälfte der SEHE - leider: IBA vor Ort, N dafügd
N bereits kurzfristig geplanten Projek- ab un en lüber sicht Stadtneu;
te realisiert werden. N Septerb En On edenme Stand
® Durch mehr als nachlässige Be- Schwer, oft int 4, zu haben), die
handlung des Verwendungsnach- Fall la Sressant und auf jeden
weises von Bundesmitteln seitens den jeweiligen Aysstelun n TU
der Senatsverwaltung für die vier einem sehr On Ze band
Blöcke am Heinrichplatz droht ein Stehen. Neben den Katalogen seien
Förderungskontingent für ca. 450 noch der IBA-Leitfaden (Projekte)
Wohnungen verloren zu gehen. nn dt m Geschichte), das September:
@ Nach Angaben der Bürgerinitia- N ade Kr Cuzberger Lokalzeitung
tive SO 36 stehen im Osten Kreuz- Brosch Express” sowie „unsere”
bergs wegen dieser Vorgänge bereits lin - Same a dtemeusrung in Berwieder
182 Wohnungen leer. und neben der 15 ve Zerstörung Vor
@ Städtebauförderungsmittel zur zu einigen Räumer cr Begleitheft
Erhaltung der Kreuzberger Mi- im Martin-Gropius- Bag) se nung
schung werden drastisch einge- Übrigens: Montags nl tan
schränkt Ausstellungen 71 aa ast_ alle,