Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1984, Jg. 17, H. 73-78)

Um die Enge und die schlechte 
Belichtung des alten Hauses zu mil- 
dern, wurde die Küche als Glashaus 
in den Hof eingebaut. 
Der neue Quergiebel brachte einen 
kleinen Windfang und ermöglichte 
eine großzügige Belichtung des 
Dachgeschosses. In der Fassade des 
Giebels verschmelzen Ober- und 
Untergeschoß und bilden in den 
Fenstern die abstrakte Grafik des 
Menschen. „Kopf, Schulter, Rumpf 
und Beine” geben dem Haus eine 
aufrechte Haltung. 
Ein Ofenturm ist das zentrale 
Gliederungselement im Hausinne- 
ren. In seinem geschlossenen Kanal- 
system zirkuliert heiße Luft, die ihre 
Wärme an die Ofenwände abgibt. 
Die Rauchgase des Feststoffbren- 
ners werden, wie bei einem Kachelo 
fen, durch Schamottzüge geleitet 
Der hohe Anteil an Strahlungswär- 
me schafft ein angenehmes Raumkli- 
- ma. 
Haus Mensing Im Bad nehmen Nischen Wanne, . .s . ws 
WC und Waschbecken auf und b -B h 
Umbau eines Hauses in schaffen so einen zentralen Freiraum Kreissparkasse Tü ıngen u ] 
ee - (1,5 x 1,5 m). Die Verspiegelung 
Wevelinghoven/Grevenbroich von zwei Scheinnischen vergrößert Ei n . 
den Raum wohltuend. S in ehemaliges Gebäude, in Dach- 
Das kleine Haus (ca. 45 m“ Grund- Die Auswahl der Baustoffe wurde Bene Ar EN U Bauherr: Kreissparkasse Tübingen 
fläche) ist von drei Seiten eingebaut. nach baubiologischen Gesichtspunk- sc te N 5 ab roch MORE Architekt: Johannes Manderscheid, 
Nur nach Südwesten schafft ein klei. ten getroffen. ai Da In ke nn Eine = Rottenburg 
ner Hof Abstand zur Straße. Wolfgang Jaspar hung des durch Denkmal: Auflage De. 1976 
lassenen Gebäudeteils wurde eine Peuzeit: 1 ü 
Kreissparkasse eingebaut. 
AUFTRAG FÜR ALOE Eee rn Sid ur lan 
er Öffen it), sind vor 
ROSSILIN GENUA ? einige der formalen Absichten des 
ersten Preisträgers Zielscheibe der 
Fin großer und apektakutärer Auf OREENE Os ich neben der Re 
trag scheint sich für Aldo Rossi, den erhaus einen etwa sechzig Meter ho- 
meistdiskutierten, aber kaum be- hen, massiven Turmbau vor, der sich 
EEE Dee Se explizit auf die Genueser Stadtmor- 
dA CA 2 VE $ phologie bezieht, welche durch etli- 
wurde von Genueser Bürgermeister po während der letzten Jahrzehnte 
Cerofolini das Ergebnis eines im ver- ntstandene Hochhäuser geprägt ist. 
gangenen Jahr unter sieben gelade- Djeser Vorschlag erscheint seinen 
nen Teilnehmern ausgeschriebenen Kritikern jedoch als ein weiterer 
beschränkten Wettbewerbs bekannt- nicht zu vertretender Eingriff in die 
gegeben: Das letzte große Loch, das Struktur der historischen Altstadt 
seit Kriegsende mitten im Zentrum . 
von Genua klafft, soll geschlossen 
werden, das Teatro Carlo Felice, das 
einst zu den renommiertesten 
Opernhäusern des Landes zählte, 
soll wiederaufgebaut werden. In den 
Jahren 1826 bis 1828 nach einem 
Entwurf von Carlo Barabino errich- 
tet, war das Carlo Felice bis zu seiner 
Zerstörung nicht nur ein kultureller, 
sondern auch ein städtebaulicher 
Angelpunkt der ligurischen Haupt- 
stadt. Die Entscheidung der Jury un- 
ter Vorsitz von Paolo Portoghesi für T 
den Rossi’schen Entwurf hat nicht Im April sollen alle Wettbewerbs- 
nur Begeisterung auf der einen Seite beiträge in einer Ausstellung der Öf- 
(„ein meisterhafter, nicht zu über- fentlichkeit zugänglich gemacht wer- 
treffender Entwurf”, urteilte Bür- den, außerdem eine Dokumentation 
germeister Cerofolini), sondern der Geschichte des Theaters sowie 
auch massive Kritik und Anschuldi- eine Zusammenstellung aller ande- 
gungen auf der anderen Seite ausge- ren seit Kriegsende angefertigten 
löst. Abgesehen von der mangeln. Entwürfe für den Wiederaufbau. 
den Tendenz des Wettbewerbsver Michael Peterek
	        

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