Full text: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1985, Jg. 18, H. 79-83)

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ginne sich erst seit 1968 zu entwik- situation des Planernachwuchses” 
keln und würde eher die sozialen (Zlonicky-Krawietz). Der Kollege 
A FC h ite kten- un d Aspekte der Architektur einbezie- hc PN nnEre) gab Late in- 
en. i iti0) zur „Praxisnä- 
° +. ° ie? Die Auffächerung des Berufsfel- he” der Ausbildung ab: keine Kurz- 
Planerausbildung für die Praxis: des für Architekten und Planeı HS HANS wie sie in der Novelle 
(Feldhusen) ist wie folgt: Von ca. 79 zum Hochschulrahmengesetz vor- 
000 ER U Ihe gesehen Ne tdi Ye Prakti- 
; ; sind ca. 50 000 lohnabhängig. Sie ar- um vor dem Studium, 10% der Fä- 
Ein Kolloquium an der RWTH Aachen am 30.11.1984 beiten 1. im Öffentlichen Dienst cher mit Inhalten wie: Situation am 
In der Öffentlichkeit ist es relativ  beschränke, sei die Ausbildung auf- (18 000, davon {lic} 5 Wr la HE PN 
ruhig geworden um die Ausbildung gerufen „nicht als Training für das 5 in_freiberuflichen d üros (ca, N Korean vr  fliche nd IC iS 
an den Hochschulen. Das bedeutet bloße Tätigsein” zu fungieren, son- N 000), 3. der Bauindustrie (ca. VER nACr DETACHS NIE SOZIRIE 
; hc . Bus 0000), 4. bei Kapitalinvestoren Lage, Humanisierung der Arbeit, 
jedoch nicht, daß an den Hochschu- dern gerade die vernachlässigten 5 000 d 5. in Forsch Mitbesti „ gelenktes Prakti 
len nichts ya Tendentiell Felder der Berufspraxis aufzudek- cn 5000) und 5. N OISCMES K AEDOSUMUNUDE: BEICNKIES TAKE 
werden z.B. Fächer, die einmal ein- ken, zu entwickeln und in den Pla- 1 ; a En Ya ad 4) Ein in Anl der A 
gerichtet wurden, um die Wirkun- nungsprozeß einzubringen. Das lie- 1 0) A CN SOB. „MC nl a 800 {Wi Studi aaa lenkt xt 
gen von Architektur und Planung ße auch Anstöße für die Berufspra- nn a% ATHLON „rk Sn On Dr. Küken es SE Be de An 
auf die Menschen zu untersuchen xis aus der Hochschule eı warten. ( 70 CET Um Machen Ca. 3) te TE nick nr de Ge 
oder die Beteiligungsmöglichkeiten Throll unterstrich die Zweiteilung es N ar Pouch rn fand N ds h ie el Mr ni ve Pre & 
der Bevölkerung an der Gestaltung der „Praxis”ausdeutung.Der Markt “Ad 2) Pesc er Sch fl Diet SC die dabei enis En en 19- 
ihrer Umwelt zu erarbeiten, unter frage im Moment lediglich nach 19, 42 Heften der Fachzeitschrift ROÖht. K . fa Ci ST: ar 
der Hand zu technischen ‚Zeichen- Qualifikationen, die einerseits wat q 265 UI NATET di Ge ah S a on kK T 
übungen’ usw. Dieses Vorgehen ge- „ökonomische Effizienz” und ande- 9te ch In N Baruß nfär Naer En tu N OR TUR An 
schieht unter dem Schutzschild des rerseits „Repräsentativität” der Ar- nd dc DR rem ch des 2  Deiten TEE Dedark N BOCH ac LO. 
„Praxisbezuges”. Das bedeutet chitekturprodukte gewährleisteten. und 70 erforderten zusätzlic N Fach, N De DL N N x nd SE 
nichts anderes als: Die „Praxis” der „Gebrauchswert von Architektur taatsexamen. W. ns Arbei Ach Hoch a huls. de  Tochnt On Un 
Raum-, Umwelt- und Bauplanung und Stadtraum” für die Allgemein- Et te Ar Er N Sl T u Du en nt 
fragt nicht nach der Berücksichti- | heit zu fördern, sei nicht mehr nach-  '°S üsseldorf berichtete von versität Hamburg-Harburg, weis 
ini e 4 ; . arbeitslosen Architekten/Bau-Ing., vom Programm her große Bereit- 
gung des Allgemeininteresses, son- gefragt. Er verdeutlichte das bei- Pl hund it und 8 375 resi haft auf, sich der I d 
dern nach bedingungsloser Ausfüh- spielhaft an der Internationalen AUCH % ar bel an  Vermi un Alle A hot bed  Olaren id 
rung des Auftrages und nur das Bauausstellung Berlin (IBA). Sie Strierten UV Tal nal E N ricklu CN De ter Um WEI 
kann Programm der Ausbildung spiegele auch eine erneute Ver- fen En es im Vorjahr ca. ‚Es ntwicklung von gebauter Umwe 
: ; ; CHE . : . andelte sich meist um kurzfristig anzunehmen (Schubert). Die neue 
sein. Vor diesem Hintergrund ver- schärfung sozialer Unterschiede in bı d d. befristete Stel Fachricht heißt Stadt 
A ver ES OH0qulum das Then der Gesellschaft. Auch Honorar- fen AS une. und. Werterhältung Der 
zu beleuchten. Es war in vier The- ordnung (HOAI) und Wettbe- A AT REF x . DB 
menbereiche unterteilt: CHA NChi nk OR 77) enthiel- A eg a TEN De eh Jän Srst SCH Yicr Se: 
1) Inhaltliche Bestimmung von ten kaum sozialorientierte Grundla- mann, zit.: „rechts leben und rechts Die Diskussion der Veranstal- 
Ausbildung und Praxis sowie de- gen reden, weil das schön ist”) ließ deut- tung ließ deutlich werden, daß die 
ren Zusammenhänge Die Geschichte des Verhältnisses lich werden, wie die Kammer ihren eingefahrenen Tätigkeitsfelder des 
2) Arbeitsmarkt und Stellenange- Ausbildung — Praxis (Konter) _zweifachen gesetzlichen Auftrag „Privatarchitekten” sich hauptsäch- 
bote Se zeigt, daß bereits im letzten Jahr- versteht (1. Wahrnehmung öffentli- lich auf ‚die „ökonomische Effi- 
3) Forderungen und Aktivitäten hundert die Ausbildung lediglich cher Interessen den Baubereich be- zienz” des Marktes für Planungslei- 
von Verbänden . auf die „Ökonomische Effizienz” treffend, 2. Vertretung berufsstän- stungen bezögen, dieses sei Über- 
4) Verbindungen von Ausbildung der Praxis ausgerichtet war, ver- discher Interessen, VR). Man ver- holt und dürfe so nicht mehr in die 
und Praxis an zwei Hochschulen stärkt bei wirtschaftlich angespann- stand, daß zu 1. die Architekten Ausbildung eingehen. Die berufli- 
Ad 1) Einführend wies der Einla- ter Lage. Architekten und Planer — keine Unterstützung der Kammer chen Perspektiven lägen in einem 
der (der hier berichtet) darauf hin, deren heutiges Berufsfeld sich erst erhalten und zu 2. offensichtlich le- neuen Berufsfeld eines „Sozialar- 
daß gerade das Verhältnis von Aus- in den 40er Jahren des 19.Jh. ent- diglich der kleinste Teil der _chitekten”, der sich der Sozial- und 
bildung und Praxis untersucht wer- wickelte — paßten sich immer schon Zwangsmitglieder (!), die größeren Umweltverträglichkeit widme. In 
den müsse, um Abhängigkeiten und schnell an geänderte politische Si- „freien Architekten”, gut vertreten diesem Feld sei ein großer Pla- 
Einflußnahmen zu erkennen. Essei tuationen an. Eines der tragischen sind. Die Mehrheit der Referenten _nungsbedarf vorhanden. Es bedürfe 
so, daß in dem Begriff „Praxis” Beispiele ist wohl 1933, als der Lei- hielt die Kammern für unzeitgemäß jedoch des Abstreifens „berufsstän- 
grundsätzlich unterschiedliche ge- ter der Hauptverwaltung des „Bund und nicht dem allgemeinen Interes- discher” Organisationsformen, da 
sellschaftliche Standpunkte enthal- Deutscher Architekten”, Gaber, se dienlich. hier Sozialinteressen vertreten wer- 
ten seien. Als Definition von „Pra- formulierte, die „Berufsgruppe der Die Vereinigung der Stadt-, Re- den müßten. 
xis” sei daher vorgeschlagen „tätige Architekten” erwarte „von der na- gional- und Landesplaner (SRL) Volker Roscher 
Auseinandersetzung: mit der Wirk- tionalen Regierung den Ruf, (den) dagegen vertritt nicht nur berufs- (Der Kolloquiumsbericht erscheint im 
lichkeit”; da sich die Wirklichkeit _ständischen Aufbau (der Berufsor- ständische Interessen, sondern setzt Mai 1985 unter dem Titel: Architektur- 
der Architektur und Planung je- _ganisation) zu vollziehen”- Ein neu- sich auch tätig auseinander mit dem praxis und Ausbildungspraxis, im Chri- 
doch nur auf das „„Tätigsein” Sb es Bild der Architektentätigkeit be „Planungswesen” oder der „.Berufs- stiansverlag Hamburg) 
” .. . . 
„FRAUEN-ARCHITEKTUR” - Frauen über Architektur oder Frauenarchitektur? 
Bericht über eine Vortragsreihe im Architekturgebäude der TU Berlin am 20., 21. und 22. Mai 1985 
„Frauen-Architektur”: Unter dieser Schwer, in der hier gebotenen Kürze weise) verhindert hat. Auch auf die schaften, der Stadt- und Hausfor- 
Überschrift organisierten Studen- eine den behandelten Gegenstän- Gefahr hin, mich Mißverständnis- schung. Sigrid Rughöft („Die Ei- 
tinnen am Fachbereich Architektur den, unterschiedlichen Herange- sen oder Vorwürfen wie Überheb- gnung der Wohnung für Hausarbeit 
der TU Berlin in den späten Nach- hensweisen und auch den Referen- lichkeit oder Voreingenommenheit unter besonderer Berücksichtigung 
mittag - und frühen Abendstunden tinnen adäquate kritische Einschät- („typisch Mann”) auszusetzen, der Sozialisation von Kindern”) und 
eine Vortragsreihe. Zum Schwer- zung vorzulegen. Erschwerend möchte ich mir einige (wenige) Be- Gunhild Riemann („Kinderfreundli- 
punkt des ersten Tages, „Hausarbeit kommt noch hinzu, daß eine Dis- merkungen zu den Beiträgen nicht ches Wohnen in der Stadt - Bedin- 
und Wohnung”, referierten Ulla _kussion mit Ausnahme einzelner _verkneifen. gungen und Konzepte”, 79 ARCH* ; 
Terlinden (Berlin), Sigrid Rughöft _Verständnisfragen und grundsätzli- Das einleitende Referat am ersten SS. 72) beschäftigten sich im An- 
(Berlin), Gunhild Riemann (Berlin) cher Fragestellungen aus der weibli- Tag von Ulla Terlinden, „Auswirkun- schluß an Terlinden mit dem Ist-Zu- 
und Marijke van Moorsel (Eindho- chen Zuhörerschaft nicht stattge- gen des Wandels der Hauswirtschaft stand der frauen- und kinderspezifi- 
ven) und zu dem des zweiten Tages, funden hat; vermutlich lag es an der in Haus- und Stadtstrukturen”, war schen Bedingungen des Wohnbe- 
„Städtebau”, Veronika Keckstein für solch thematisch breit angelegte für mich enttäuschend. Terlindens reichs und entwickelten aus ihren 
(Berlin), Kerstin Dörhöfer (Aachen) Veranstaltungen typischen Überfül- logisch- und konkret-historischen kritischen Analysen Forderungen 
und Luise King (Frankfurt); der drit- le von Informationen, Fragen, Mei- Darlegungen und Begründungen und Konzepte für einen frauen- und 
te Tag, „Beruf: Architektin”, war Er- Nnungs- und Glaubenssätzen, teil- des Zusammenhangs von Auflö- kindgerechteren Arbeits- und Re- 
fahrungsberichten und Projektbe- Weise auch an der Vortragsart und sungsprozeß der Hauswirtschaft produktionsbereich Wohnen. Eine 
schreibungen von Karin Baatz, An- der Diskussionsfähigkeit der - vor- und Veränderungen der Stadt- und Gesamteinschätzung beider Vorträ- 
ne Rabenschlag (Berlin) und Inken Ssichtig ausgedrückt - qualitativhete- Hausstrukturen waren gekennzeich- ge ist hier nur schwer möglich, da sie 
Baller (Berlin) vorbehalten. rogenen Beiträge. Manchmal konn- net von einer der Bedeutung ihres sich zur Verdeutlichung auf einzel- 
Es fällt mir als interessiertem, te ich mich nicht des Eindrucks er- Gegenstandes unangemessen weit. ne Grundannahmen und Lösungs- 
einem der bedauerlicherweise zu Wehren, daß die weibliche Solidari- gehenden Ignoranz des Forschungs- vorschläge beziehen müßte. Marijke 
wenigen männlichen Zuhörer recht tät manchen Diskus (unzulässiger- standes in den Gesellschaftswissen- van Moorsel, die ihrer Themenstel-
	        

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